Revitalisierung der Porzer Innenstadt in Gefahr?

Pressemitteilung des Bündnisses Porz-Mitte zur anstehenden Ratssitzung am 20. März 2018, in der über den Kauf des Dechant-Scheben-Hauses durch die Stadt entschieden wird.

Das Bündnis Porz-Mitte weist die Porzer Bürgerschaft auf den Ratstermin am 20.03.18 hin und auf die Möglichkeit zur Teilnahme an der öffentlichen Sitzung. Von besonderem Interesse dürfte der leider nicht-öffentliche Teil der Ratssitzung für Porz deshalb sein, weil auf dieser Ratssitzung darüber entschieden werden wird, ob die Stadt nun endlich das Dechant-Scheben-Haus kaufen wird oder nicht. Aus Sicht des Bündnisses steht einem Kauf nichts mehr entgegen. Die Stadt nutzt ja derzeit schon Kirchenland für die Baustellenzufahrt, ohne dies zu entgelten. Dies wird auch nach Bau von Haus 1 dauerhaft so sein, da das private Kirchenland sozusagen als öffentliche Wegefläche genutzt werden soll.

Sollte die Stadt das D-S-H nicht kaufen, gerät die gesamte Planung zur Revitalisierung der Porzer Innenstadt in Gefahr. Der Ratsbeschluss zur Revitalisierung der Innenstadt mit drei neuen Gebäuden formuliert die Niederlegung des DSH als Voraussetzung und Ziel der Planung. Bei einer wie auch immer begründeten Umsetzung der Pläne abseits dieser Vorgaben wird das D-S-H das Porzer Zentrum mit dichter stehender Bebauung in eine dunkle Ecke verwandeln. Eine Restfläche für Markt oder Veranstaltungen wird es dann nicht mehr auf dem Friedrich-Ebert-Platz geben.

Das bis zu 15 Meter hohe Gebäude von Haus 1 rückt auf weniger als 8 Meter an das Dechant-Scheben-Haus heran, so dass ein enger, schluchtartiger und dunkler Angstraum entstehen wird, der einer Belebung der Innenstadt zuwider läuft.

Zukünftiger Angstraum? Blick auf Haus 1, St. Josef und das Dechant-Scheben-Haus vom Dach des Hertie

Quelle: Bündnis Porz-Mitte /Niclas Molitor und Yekda Cam (Hochschule Trier)

Das Bündnis hält allerdings auch das bisherige Vorgehen der Stadt für bedenklich: dass die Baustelle bereits begonnen wird, ohne dass man die nötigen Voraussetzungen für die Umsetzung der nachfolgenden Schritte überhaupt schon geschaffen hat, untergräbt das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in eine weitsichtige Planung von Verwaltung und Politik, wie auch die suboptimale Baureihenfolge, die dazu führen wird, dass der Baustellenverkehr für Haus 2 und 3 über die Josefstraße erfolgen müssen wird. Bei einem solchen Vorgehen erscheint es fraglich, ob man in Köln der Revitalisierung der Porzer Innenstadt die erforderliche Priorität zukommen lässt und sie mit der nötigen Umsicht und Sorgfalt angeht.

Das Bündnis fordert die Ratsvertreter über alle Parteigrenzen dringend dazu auf, nun mit Kauf und Niederlegung des D-S-H der Porzer Innenstadt endlich den Freiraum zu verschaffen, mit dem die Revitalisierung gelingen kann. Dies ist nur mit Kauf und Niederlegung des D-S-H möglich. Dabei gilt es auch zu beachten, dass ein zügiger Vollzug der Niederlegung den Abtransport des Bauschutts über die Hauptstraße ermöglicht und die Fußgängerzone in der Bahnhofstraße so von schwerem Baugerät verschont bleiben kann. Analog sollte auch eine geänderte Baureihenfolge beschlossen werden, damit die verbleibenden Geschäfte in den Fußgängerzonen von Bahnhofstraße und Josefstraße nicht weiter durch schweren Bauverkehr in Mitleidenschaft gezogen werden.

http://www.buendnis-porz-mitte.de/

https://www.ksta.de/koeln/porz/kritik-an-der-planung-fuer-porz-mitte-buergerbuendnis-fuerchtet-ein–desaster–29860190?dmcid=sm_em

  1 Kommentar zu “Revitalisierung der Porzer Innenstadt in Gefahr?

  1. 16. März 2018 um 20:24

    liebe porzerinnen und porzer,
    die Revitalisierung der porzer Innenstadt hat gottseidank begonnen. ich wüsste gerne, was dadurch in Gefahr geraten gemutmaßt wird. dazu ist ein solcher beitrag leider wenig geeignet.

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