Perspektiven der Verkehrsanbindung an Köln

Zwei Planungen könnten zukünftig – ob und wann, ist völlig offen – die öffentliche Verkehranbindung nach Köln verbessern. Dabei geht es um die Anbindung und Verbesserung der Linie 7, die bereits heute deutlich überlastet ist. Aber besonders wegen des Nadelöhrs Deutzer Brücke kann die Taktung nicht erhöht werden.

Umsteigepunkt nach Rodenkirchen? Foto: Vernetzte Bürgervereine

Den ersten Vorschlag hat die Vernetzung Porzer Bürgervereine vor zwei Wochen als Bürgerantrag in die Politik eingebracht. Er siehr eine Buslinie zwischen der Haltestelle Westhoven – Kölner Straße der Linie 7 und der linksrheinischen Haltestelle Heinrich-Lübke-Ufer über die Rodenkirchener Autobahnbrücke vor. Dabei soll auch ein späterer Zwischenstopp an der neuen Stadtbahnhaltestelle „Am Verteilerkreis“ eingeplant werden. Die neue Buslinie sollte in der Taktung den Linien 7 und den Linien 16 + 17 angepasst werden. Gleichzeitig könnte durch die Verknüpfung mit einem P+R-Platz, einer Bike-Station (KVB) und einem B+R-Platz (Anlage Bild 4) die Attraktivität der kombinierten Haltestelle in Westhoven erhöht und damit die Fahrgastzahlen der Buslinie gesteigert werden. Zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit dieser Buslinie könnte der Fahrplan auf die morgendliche und abendliche Berufsverkehrszeit während der Werktage begrenzt werden. Soweit der Vorschlag der Bürgervereine. Die Porzer Politik unterstützt den Vorschlag. Bei der KVB ist man zu einer Prüfung bereit, aber skeptisch hinsichtlich des Fahrgastaufkommens. Zudem dürften die Busse auf der A4 nur mit Tempo 60 fahren, soweit hier Fahrgäste stehend transportiert würden.

Der zweite Vorschlag gründet auf der Planung für die „Ost-West-Achse“ in Köln zwischen Aachener Weiher und Heumarkt. 2009 vom Rat bereits grundsätzlich beschlossen, will sie nicht nur städtebaulich, sondern auch verkehrlich Verbesserungen erbringen. Dies betrifft besonders Kapazitätserweiterungen der überlasteten Stadtbahn. Sie werden bisher nur auf die Stadtbahnlinie 1 bezogen. Varianten mit Tieferlegungen beginnen alle erst am Heumarkt, was aber die Deutzer Brücke kaum entlasten würde. Nun beginnen im Verkehrsausschuss die politischen Beratungen über die Durchführuing der Bürgerbeteiligungen. Die Bezirksvertretung Porz hat im Juli dieses Jahres auf Antrag der SPD beschlossen, die Tunnellösung mit zusätzlich einer Untertunnelung des Rheins zu unterstützen: „Insbesondere zu prüfen ist dabei eine Tunnellösung, die mindestens hinter dem Neumarkt, noch besser hinter der Universitätsstraße endet, sowie eine unterirdische Führung ab dem Bahnhof Deutz/Messe für die Linien 1 und 9 unter dem Rhein und für die Linie 7 über die bestehende Strecke“. (Protokoll BV v. 6.7.17, Punkt 6.2)

  1 Kommentar zu “Perspektiven der Verkehrsanbindung an Köln

  1. Conscienta
    26. August 2017 um 18:05

    Im Rahmen der Kommentierung zum Artikel des KStA hatte ich einen – vielleicht abenteuerlich anmutenden – Vorschlag geäußert, nämlich die Linien 16 und 17 (Heinrich-Lübke-Ufer) an die Linie 7 (Kölner Str. in Westhoven) mit einer Hochleistungsseilbahn anzubinden. Die Gondeln für bis zu 35 Personen würden alle paar Minuten pendeln. Die kurze Strecke würde nur über den Rhein, das weite Rheinufer und Gärten führen. Die weitere Anbindung an die Regional- und S-Bahnlinien könnte rechtsrheinisch mit einem Busshuttle erfolgen, der ohne die Querung über die Rheinbrücke auskäme. Die Seilbahn hätte zur Hauptverkehrszeit freie Fahrt. Dazwischen und am Wochenende könnte sich die Seilbahn zum Touristenmagneten entwickeln, da sie die Naherholungsziele und die Gastronomie entlang beider Rheinufer miteinander verbindet – und das zum ÖPNV-Tarif. So abenteuerlich der Vorschlag vielleicht klingen mag, er sollte mal durchgerechnet werden, denn Seilbahnen sind, aufgrund des geringen infrastrukturellen Bedarfs, verhältnismäßig günstig.

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