Herr Hollstein und die „Bürgerwehr“

Die Brücker Bürgergemeinschaft hatte ins Gasthaus „Em Hähnche“ zum Kandidatentreffen vor der Landtagswahl eingeladen und sorgte vor vollem Haus für beste Unterhaltung mit „gebogenen Zahlen“ und einer „Bürgerwehr“, die Jochen Otts Gegenkandidat Jürgen Hollstein in die Diskussion einbrachte …

Podiumsdiskussion mit den Landtagskandidatinnen und Kandidaten der im Landtag vertretenen Parteien in Köln Brück

Die Bürgergemeinschaft Köln-Brück e.V. lud am Freitag den 23.04.2010 in der Zeit von 19:30 – 22:00 Uhr in die Gaststätte „Em Hähnche“ zu einer Podiumsdiskussion mit den Landtagskandidatinnen und Landtagskandidaten des Wahlkreises V ein.

„Mit dieser Veranstaltung beabsichtigt die Bürgergemeinschaft Köln-Brück e.V. gegen den Strom der Politikverdrossenheit anzukämpfen. Indem wir den Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, vor Ort Fragen an ihre Landtagskandidatinnen und Landtagskandidaten zu stellen und Antworten zu bekommen nehmen wir als überparteiliche Organisation im Ort unsere gesellschaftliche Aufgabe ernst und hoffen auf diesem Weg dazu bei zu tragen, dass das Interesse an den Landtagswahlen steigt“, unterstrich der Vorsitzende Heinz Dieter Richmann zu Beginn der Diskussionsrunde.

Die Kandidatin der FDP, Yvonne Gebauer war wegen einer Erkrankung lediglich bei der kurzen Vorstellungsrunde anwesend und konnte an der anschließenden Fragerunde leider nicht mehr teilnehmen. Dennoch wurde das von der Bürgergemeinschaft gesetzte Programm und Zeitlimit für die verbliebenen Kandidaten der CDU, Jürgen Hollstein und der SPD, Jochen Ott sowie der Kandidatin der Grünen, Ciler Firtina deutlich überschritten, so dass nicht mehr alle Themen behandelt werden konnten.

Während Jürgen Hollstein mit teils „gebogenen“ Statistiken und Zahlen einer schwarz-gelben „Erfolgsbilanz“ die Zuhörer strapazierte, konnte Jochen Ott mit den eindeutigeren Aussagen – insbesondere zu den bildungspolitischen Fragestellungen – punkten:

„Sie Herr Hollstein lehnen den Ausbau des Angebotes an Gesamtschulen ab, weil Sie diese als „Einheitsschule“ verteufeln. Ich erinnere an die Generation meiner Eltern, die damals die „Volksschule“ besuchten und so mindestens acht Jahre lang gemeinsam mit allen übrigen Volksschülern lernten. Wenn ich die Rechtschreib- und Rechenfähigkeiten dieser Generation mit denen der heutigen Abiturienten, Gymnasiasten oder Realschüler vergleiche, stelle ich jedenfalls fest, dass die Volksschule als erste Form der „Einheitsschule“ doch gar nicht mal so schlecht war !“, betonte Jochen Ott.

Und nicht nur bei der Verteidigung der umstrittenen Studiengebühren stand sein CDU-Gegenkandidat Hollstein ziemlich alleine da:

Zur Kostensenkung z. B. bei polizeilichen Aufgaben brachte ein Zuhörer den Aufbau einer freiwilligen „Bürgerwehr“ ins Gespräch, den Jürgen Hollstein im Prinzip begrüßte …

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