SPD für Linie 8 bis Porz

Bei der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung wird Fabian Karrenstein von der SPD den Antrag stellen, die Wiedereinführung der KVB-Linie 8 Richtung Porz prüfen zu lassen. Hintergrund: Im März hat die KVB aktuelle Fahrgastzahlen vorgelegt. Mit rund 266 Millionen Fahrgästen wurden über 4 Millionen mehr befördert als im Vorjahr, ein Zuwachs von 1,6 Prozent.

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Dreifach-Traktion: Um die Hälfte länger...

Auch die Auslastung auf den Linien 1 und 7 waren höher.  Weil aber die Stecken dieser Ost-West-Achse keine weitere Taktverdichtung mehr zulasse, will die KVB nun durch ein Gutachten klären lassen, ob auf diesen Strecken Züge mit drei Abteilen (Dreifach-Traktion) verkehren können. Solche Züge sind mit 81 Meter Länge länger als die in der Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung bundesweit vorgesehenen 75 m für Züge, die am Straßenverkehr teilnehmen.

Die SPD schlägt nun hierzu eine Alternative vor. Laut SPD-Bezirksvertreter Fabian Karrenstein wird sie den Antrag stellen, die Wiedereinführung der Linie 8 Richtung Porz zu prüfen. Denn der bis vor wenigen Jahren bestehende 5-Minuten-Takt zu den Hauptverkehrszeiten bis Baumschulenweg, Porz-Markt oder Zündorf sei erst unter schwarz-gelber Mehrheit im Stadtrat abgeschafft worden, um Kosten zu sparen. Nun zeige sich, dass diese Einsparung ein Fehler gewesen sei. [/column] [column width=“45%“ padding=“0%“] Lutz Tempel, Geschäftsführer der Porzer SPD, ergänzt: „Die als Linie 9 von der Universität kommenden Züge sollten wieder hinter der Deutzer Brücke Richtung Porz gelenkt werden. So würde der Engpass auf der kritischen Strecke zwischen Deutz und Neumarkt nicht zusätzlich belastet. Auf teure Umbaumaßnahmen an den Haltstellen für längere Bahnen kann dadurch verzichtet werden. Sowohl in Poll als auch in Zündorf sind notwendige Wendeanlagen bereits vorhanden oder wurden vor einigen Jahren extra für die Linie 8 geschaffen. Sie kosten daher nichts.“

Finanzielle Mittel sollen statt in verlängerte Bahnsteige in die Verlängerung der Linie 7 investiert werden. SPD-Landtagskandidat Jochen Ott ist froh, dass diese nun wieder Thema wird. „CDU und FDP auf Landesebene haben die längst fällige Verlängerung der Linie 7 auf nach 2015 vertagt. Die örtliche CDU hat zugeschaut. Nun brauchen wir dafür auf allen Ebenen neuen Schwung, auch im Land.“ Jochen Ott bezeichnet es als Fehler, die Linie 8 zu streichen und die Verlängerung der Linie 7 auf längere Sicht zu verschieben: „Wir wollen die Fahrgastzahlen signifikant erhöhen, um den Umweltschutz zu verbessern und die Straßen zu entlasten. Dies fördert ein engerer Fahrplantakt.“ Er erinnert daran, dass in Abstimmung mit den Grünen bereits das Busangebot im Kölner Süden im Sinne einer Angebotsverbesserung verdichtet worden sei, auch wenn Ott in einigen Ortsteilen weiter Nachholbedarf sieht. „Die aktuell steigenden Fahrgastzahlen in den Bussen sind eine Abstimmung mit den Füssen gegen die von der CDU vorgeschlagene weitere Netzausdünnung.“

(Foto: © porzerleben.de) (basierend auf einer Pressemitteilung der SPD)
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