Neue Initiative: Bündnis für Porz-Mitte

Am vergangen Sonntag haben vierzehn Porzer, bekannt aus unterschiedlichen Funktionen und Tätigkeiten nicht nur in Porz, ein „Bündnis Porz Mitte“ gegründet. Ihr Ziel ist es, die Entwicklung der Porzer Innenstadt zu begleiten und Porzer Interessen durch kontinuierliche Bürgerbeteiligung in den weiteren Abstimmungsprozess mit der Stadt Köln einzubringen. Im Aufruf der Gründer heißt es:

„Neben der Kernfrage des Abrisses der maroden Hertie-Immobilie berührt das Gesamtprojekt die ganzheitliche Betrachtung und somit die Einbeziehung der Rahmensetzungen des Porzer Innenstadtkonzeptes. Daraus ergeben sich vielfältige unterschiedliche Interessenlagen, die insgesamt in den weiteren Prozess einfließen bzw. dort berücksichtigt werden müssen, ohne weiter Zeit zu verlieren“.

Die Gründer haben einen 8-Punkte-Katalog erarbeitet, für den sie eine breite Unterstützung bei den Porzer Bürgerinnen und Bürgern suchen. Diese Forderungen zur Wiederbelebung und Neugestaltung der Porzer Innenstadt haben eine unterschiedliche Reichweite und sind wohl auch unterschiedlich wertig. Ein erstes Treffen der Initiative, zu der alle Interessenten eingeladen sind, findet am Donnerstag, den 25. Februar um 19.30 Uhr im Porzer Rathaus, Matthias-Chlasta-Saal, statt. Die Kontaktadresse für Unterstützer lautet Porz-Mitte-jetzt-anpacken@web.de. Zu den Gründern gehören (in alphabetischer Reihenfolge) Sigrid Alt, Waltraut Bauer, Gregor Berghausen, Stephan Demmer, Thomas Diekmann, Margarete Even, Beate Glombek, Dr. Wilhelm Hammes, Karl-Heinz Miebach, Jochen Ott, Karl-Heinz Tillmann, Reinhard Vogt, Markus Weinkoth, und Patrick Wiesner.

Folgend die Forderungen im Wortlaut:

  • Die Wiederbelebung von Porz-Mitte ist als Baustein der städtebaulichen Entwicklung der Porzer Innenstadt, vom Rheinufer bis zum Berufsschul-Schulgelände insgesamt anzugehen (Stadtentwicklungskonzept Porz); Porz-Mitte kann nur der erste Schritt sein.
  • Umfang und Vielschichtigkeit dieses Porzer Entwicklungskonzeptes erfordern auf städtischer Seite zusätzliche Personalkapazität, damit eine zügigere Projektentwicklung und Planung bereitgestellt werden kann. Andere Kölner Projekte zeigen, dass dies möglich ist.
  • Die Hertie-Ruine ist schnellstmöglich als Symbol des Niedergangs zu entfernen,allerdings muss die entstehende Freifläche dann kurzfristig z.B. in Form eines InfoPavillons zur Bürgerinformation zum Projekt „Porz-Mitte“ (in dem neben Informationen zum Projekt auch ein Treffpunkt für interessierte Bürgerinnen und Bürger möglich ist) genutzt werden. Ein Loch, vielleicht über Jahre, lehnen wir ab.
  • Der notwendige Ersatzbau für das Dechant-Scheben-Haus muss neben dem Raumbedarf der Kirchengemeinde auch die Belange der Carl-Stamitz-Musikschule und der Porzer Vereine für kulturelle und Brauchtumsveranstaltungen mit einem Raumangebot zwischen den räumlichen Veedelsangeboten und dem Saal im Bezirksrathaus, also 200-300 Personen berücksichtigen.
  • Neben einem neuen Vollversorger sind die heute vorhandenen mittelständischen Gewerbetreibenden im neuen Einkaufszentrum einzubeziehen. Bei der Entwicklung setzen wir eher auf mittelständische Anbieter als auf einen Betreiber. Eine Entscheidung hat dann auch Auswirkung auf die Planungen im Stadtentwicklungskonzept Porz-Mitte.
  • Es ist ein öffentlicher „Platz mit Aufenthaltsqualität“ für Porzer Veranstaltungen (Kirmes, Oktoberfest, Vereinsfeste, Brauchtumspflege, Straßenkarneval) vorzusehen.
  • Die Wegbeziehung hin zum Rhein ist weitgehend offen zu gestalten, wozu auch die Verbreiterung der vorhandenen Brückenpassage dienen soll.
  • Neben der Planung des Hertie-Areals durch „moderne stadt“ muss die weitere Planung zum Stadtentwicklungskonzept Porz von der Stadt Köln als städtebauliches Entwicklungsprojekt (ähnlich Mülheim 2020) angelegt und organisiert werden, wozu entsprechende Fördermittelanträge bei Bund und Land zu prüfen und zu beantragen sind.

  2 Kommentare zu “Neue Initiative: Bündnis für Porz-Mitte

  1. Porzer
    23. Februar 2016 um 23:11

    Super Initiative – kann man nur unterstützen! Bitte nicht vergessen:
    – Vororte (siehe Wesseling, Rösrath usw.) funktionieren nur wenn ausreichend günstiger Parkraum vorhanden ist. Ansonsten fahren die Kunden lieber zu Real am Autokino.
    – Der Anteil Porzer Bürger mit Migrationshintergrund ist immens hoch. Auch für diese Bürger muss es Angebote geben. Sie sind ein Teil von Porz und müssen einbezogen werden. Hochwertiger Einzelhandel wird in Porz nicht funktionieren.

  2. Schulte
    22. Februar 2016 um 18:34

    Es wird mehr als höchste Zeit, dass für die Belebung der Porzer City nicht nur diskutiert, geredet und überlegt wird, selbst dazu war unser Ex-OB Jürgen Roters nicht imstande – von wegen Chefsache!
    Es sollte längst etwas geschehen sein. warum nimmt man sich kein Beispiel an der Troisdorfer Innenstadt oder dem Hürth-Park, dort fahren wir bevorzugt Shoppen, selbst in Niederkassel-Ranzel kann man sich wohler fühlen als in Porz. Wer ist in der Lage auch zu handeln?

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