Reker neue OB – doch wie wählte Porz?

Henriette Reker, nach einem Messerangriff schwer verletzt, ist neue Oberbürgermeisterin von Köln.

OB-Wahlergebnis Köln

OB-Wahlergebnisse für Köln gesamt

Das Attentat hat die meisten Kölner Wahlberechtigten politisch nicht interessiert – sie blieben der Wahl einfach fern: 40,2 Prozent Wahlbeteiligung ist der neueste Tiefstand bei Kölner Wahlen. 52,66 Prozent der gültigen Stimmen hat Frau Reker, unterstützt durch CDU, FDP und DIE GRÜNEN, erhalten. Damit bleibt Köln ein zweiter Wahlgang erspart – ein erfreulicher Kosteneffekt nach dem abgebrochenen Wahlgang im September. Der Abstand zu Jochen Ott von der SPD ist erheblich – er erzielt nur 32,02 Prozent der Stimmen. Die Stimmen für das rechte Lager bleiben mit 4,01 Prozent für den AfD-Kandidaten und 0,49 Prozent für den REP-Kandidaten niedrig. Für den Kandidaten der Satirepartei Die PARTEI stimmten 7,22 Prozent der Wahlberechtigten.

 

Im Bezirk Porz haben die Bürger deutlich anders gewählt – bei einer mit 36,57 Prozent noch niedrigeren Wahlbeteiligung.

OB-Wahl in Porz

OB-Wahlergebnisse für den Bezirk Porz

Solche Ergebnisse kölnweit hätten einen zweiten Wahlgang notwendig gemacht, denn die Stimmen für Reker (43,08 Prozent) und Ott (42,24 Prozent) liegen dicht beeinander. Ott erschien somit wohl vielen Porzer Wählern als ein glaubwürdiger Verfechter Porzer Interessen. Auf 6,71 Prozent kommt der AfD-Kandidat und auf 0,71 Prozent der Rep-Kandidat – der Stimmanteil für das rechte Lager liegt mit 7,42 Prozent also leicht höher als in Köln gesamt.

Interessant sind schließlich die Ergebnisse für die 16 Stadtteile im Bezirk Porz: Die höchste Wahlbeteiligung gab es mit 46,91 Prozent in Langel, über 45 Prozent der Wahlberechtigten gaben in Libur, Westhoven und Zündorf ihre Stimme ab. In Finkenberg (22,94 %) und Gremberghoven (23,43 %) ging hingegen nicht einmal jeder Vierte zur Wahl. Henriette Reker hat in keinem Porzer Stadtteil eine absolute Mehrheit erreicht, die besten Ergebnisse erzielte sie in Langel (genau 50%), Poll, Libur und Zündorf (je über 48 %). Jochen Ott erreichte die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen in Gremberghoven (52,42 %) und Elsdorf (50,55), sowie in Finkenberg (49,82) nahezu die Hälfte der gültigen Stimmen.

Zweistellig sind die Stimmenanteile für den AfD-Kandidaten in Libur (11,25 %) und Wahn (10 %). Über 9 Prozent liegen sie in Finkenberg, Gremberghoven und Lind. Der Kandidat der REP verzeichnet den höchsten Stimmanteil mit 1,61 Prozent in Gremberghoven.

 

Alle Details zu den Porzer Ergebnissen zeigt die folgende Tabelle:

NameBeteiligung RekerSPDAfDREPDie PARTEIübrige
Köln40.2852.6632.024.010.497.223.6
Bezirk Porz36.5743.0842.246.710.715.271.88
Eil35.3239.246.286.820.924.582.2
Elsdorf36.8437.8650.554.61.094.381.54
Ensen38.1444.6441.755.740.435.22.24
Finkenberg22.9434.1749.829.441.084.540.96
Gremberghoven23.4323.9252.429.681.618.873.5
Grengel30.6439.6343.568.560.935.551.77
Langel46.9150.0037.616.350.154.131.76
Libur45.2448.0035.2511.250.253.252.00
Lind37.9539.6443.259.130.765.421.81
Poll43.2948.3638.523.890.826.342.06
Porz-Zentrum29.8838.9147.346.340.664.752.00
Urbach32.7138.5045.167.311.145.752.14
Wahn38.8943.0639.69100.465.561.23
Wahnheide33.0642.3840.937.640.825.92.32
Westhoven45.9547.5838.335.000.905.652.54
Zündorf45.4748.1138.96.180.394.571.84

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