Wohnbebauung zur Ortserweiterung Lind wäre sinnvoller als Flüchtlingslager

kaserne wahnDer Kölner Stadtanzeiger hatte die Bewerber/in um das Kölner Oberbürgermeisteramt zur Vorstellung und Diskussion ins Porzer Bezirksrathaus geholt. Eine aufschlussreiche Veranstaltung vor 300 Menschen, die allerdings staunten, dass Frau Reker nur 2 Stunden Zeit für Porz hatte, weil sie genau um 22 Uhr den Ratssaal „wegen weiterer Termine“ verließ.

Trotzdem ließ sie wissen, dass sie gegen die Standortauswahl des Landes zur Dauerunterbringung von 1.000 Flüchtlingen in einem Bundeswehrkasernenbereich im Porzer Ortsteil Lind „protestiert“ habe. Also handelt es sich alleine um eine Landesentscheidung, die dann über die Köpfe der Leute vor Ort gefällt ist? 

Wer Porz kennt, der weiß, dass es dort auch kleine Ortschaften wie Libur und eben Lind mit gerade einmal 3.400 Einwohnern gibt. Dort war man schon immer aufnahmebereit, denn kein anderer Stadtbezirk beheimatet soviele Zuflucht Suchende wie Porz/Poll. Aber ein Dörfchen, das seit einem halben Jahrzehnt um einen eigenen Dorfplatz mit Politik und Verwaltung um ein wenig Grün mit einer Dorfbank ringt, in dem es neben einer einzigen Bäckerei – wo sich alle treffen und alle kennen – tatsächlich auch noch einen Kiosk gibt, und wo abends nach 21 Uhr der ÖPNV praktisch erliegt, kann man nicht in alten Lagerhallen aus Weltkriegszeiten hinter Mauern und Stacheldraht demnächst jeden Vierten Linder Bewohner/in behausen, ohne jede Chance auf Integration. Das ist ein absurdes Vorhaben! 

Egal, wie das Rennen um die Wahl des neuen Kölner Oberbürgermeisters ausgehen mag: 

Das neue Stadtoberhaupt wäre gut beraten, der Landesregierung den beschaulichen Ortsteil Lind mit seiner Willkommenskultur und Integrationskraft in einem Ortstermin einmal vorzustellen und öffentlich dafür einzutreten, dass es sinnvollere Nutzungsmöglichkeiten für die dortigen Liegenschaften der Bundeswehr gibt, als die Kasernierung von Flüchtlingen:  

Wie wäre es da mit neuem Wohnungsbau zur strukturierten Erweiterung des Ortsteils Lind, der übrigens seit einem Jahrzehnt auch vergeblich um eine eigene Nahversorgung für eine immerhin doch älter werdende Generation ringt …

 

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