Amtsschimmel: Frau Rekers und kein Ende

IMG_20140815_171802Der Förderverein des Bauspielplatzes Senkelsgraben in Wahnheide e.V. hatte der für Flüchtlinge und deren Integration zuständige Kölner Umweltdezernentin und OB-Kandidatin Henriette Rekers ein offenes Betreuungsangebot für die neuen Wahner Flüchtlingsfamilien wie hier veröffentlicht offeriert:

Deren Antwort kam ernüchternd wie folgt und frustriert im Ehrenamt für eine Stadt, die es auf Dauer nicht mehr verdient, dass man sich für solche Verantwortungslosigkeit weiter privat engagiert …

Hier also die Hilfe von Frau Henriette Rekers in lapidarer Antwort:

„Sehr geehrte Frau Tillmann, sehr geehrter Herr Tillmann,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 17.06.2014.

Ich freue mich sehr darüber, wenn durch Initiativen vor Ort die Rahmenbedingungen für die Unterbringung von Flüchtlingen – erst Recht für Kinder – verbessert werden können.

In meinem Dezernat stehen für die Förderung von Kinder- und Jugendarbeit jedoch weder finanzielle Mittel, noch die Expertise für deren fachliche Beurteilung zur Verfügung.

Ich kann daher den Vorgang nur weitergeben und Sie als Förderverein Bauspielplatz Senkelsgraben nur ermuntern, sich mit dem Fachdezernat {Bildung, Jugend und Sport) in Verbindung zu setzen, um dort die Möglichkeiten einer gezielten Förderung z. B. für ein besonderes Einzelprojekt zu erörtern.“

BSP-Offerte:

„Stadt Köln Frau Dezernentin Henriette Reker Dezernat V Soziales, Integration und Umwelt Stadthaus Deutz – Westgebäude Willy-Brandt-Platz 2 50679 Köln Köln-Porz, den 17.06.2014

Offerte eines ganzjährigen Betreuungsangebotes auch für Flüchtlingskinder auf dem Bauspielplatz Senkelsgraben in Wahnheide im Rahmen der städt. Regelförderung 2014 (Zuschussbedarf zu anerkennungsfähigen Betriebskosten unseres Kinder- und Jugend-projektes Bauspielplatz Senkelsgraben in Wahnheide e.V.)

Sehr geehrte Frau Reker,

nachdem wir als Förderverein an Ihrer letzten Informationsveranstaltung zur Flüchtlingsunterbringung in Porz-Wahn wegen anderer Termine nicht teilnehmen konnten, wenden wir uns heute auf diesem Wege schriftlich an Sie. Wir verbinden dies mit der Hoffnung, dass die Stadt Köln ein gehobenes Interesse daran hat, gerade für die ab ca. Herbst diesen Jahres in Porz-Wahn anzusiedelnden Flüchtlingsfamilien möglichst ganzjährig betreute Spiel- und Freizeitmöglichkeiten anzubieten.

Als privater Förderverein, der in diesem Jahr sein 20jähriges Bestehen feiert, kümmern wir uns um Kinder und Jugendliche in unserem ansonsten stark unterversorgten Einzugsbereich und sind gleichzeitig Träger und Betreiber des Ihnen sicherlich bekannten Bauspielplatzes Senkelsgraben in Porz-Wahnheide.

Empfänger einer städtischen Regelförderung von zunächst jährlich 10.000 Euro ist unser Verein erst seit dem Jahre 2008. Unser Jahres-Gesamtbudget erlaubte bisher eine jährliche Öffnungszeit von März bis Ende Oktober, also rd. 7 Monate mit einer entsprechend langen Winterpause, während der unsere Tore in der Gernotstraße für Kinder und Jugendliche geschlossen bleiben müssen.

Ab 2014 planten wir eine – bereits einmal zuvor in 2011 nachfragebedingt erfolgreich erprobte – Ganzjahresöffnung, um unsere vorhandenen Kapazitäten und Ressourcen zu Gunsten eines erweiterten Spiel- und Freizeitangebotes am Ort einzusetzen. Um dies auch budgetmäßig leisten zu können, hat unser Förderverein für 2014 einen um 5.000 Euro erhöhten Regelförderbeitrag beantragt, der – nach mündlichen Informationen – im Rahmen der Etatberatungen nicht berücksichtigt wurde.

Es liegt auf der Hand, dass ein anteiliger Mehrbedarf für die geplante Ganzjahresöffnung damit ungedeckt bleibt, wodurch unser Ganzjahresangebot spätestens ab Ende der Herbstferien gefährdet würde und erneut eine vielmonatige Winterpause ohne Freizeitangebote eingelegt werden müsste.

Unabhängig davon, dass unsere Offerte einer Ganzjahresbetreuung auf dem Bauspielplatz durch gleichlautende einstimmige Beschlüsse des

– örtlichen Bürgervereins Wahn, Wahnheide Lind, – des SPD-Ortsvereins Wahn, Wahnheide, Lind, Libur, – des SPD-Stadtbezirksvorstandes Porz sowie durch persönliche – Unterstützung unserer Wahlkreisabgeordneten des Bundestages MdB Martin Dörmann und des NRW-Landtages MdL Jochen Ott

nachdrücklich begrüßt wird, möchten wir unseren Vorstandsbeschluss zur Ganzjahresöffnung gerade vor dem Hintergrund der Flüchtlingsansiedlung in Porz-Wahn vorerst noch nicht revidieren.

Stattdessen unterstreichen wir unsere Bereitschaft, die Flüchtlingsfamilien am Ort willkommen zu heißen und einen adäquaten Beitrag zur Integration in das neue Umfeld zu leisten: Wir hoffen daher auf eine erneute Prüfung unserer Offerte und ggf. anderweitige Finanzierungsmodelle, die uns die Chance bieten, ein für die Flüchtlingsfamilien benötigtes Betreuungsangebot zu realisieren.

In diesem Zusammenhang wären wir Ihnen für Ihre Unterstützung sehr dankbar mit dem Ziel, eine vorzeitige Schließung des Bauspielplatzes parallel zur Flüchtlingsansiedlung in Porz-Wahn im gemeinsamen Interesse aller zu verhindern.

Eine Kopie dieses Schreibens erhält MdR Christian Joisten als örtlich zuständiges Mitglied des Rates der Stadt Köln, der uns gleichfalls Unterstützung und Beteiligung zur Lösungsfindung zugesichert hat.

Für weitere Rückfragen stehen wir gerne zu Ihrer Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Marion Tillmann Karl-Heinz Tillmann (Vorsitzende) (Geschäftsführer)

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