Was ist mit der Verlängerung der Linie 7?

Von Karsten Möring.

 

Es gibt derzeit drei wesentliche Hindernisse für eine Verlängerung der Linie 7.

Der Stadt gelingt es nicht, den notwendigen Grunderwerb für die Trasse zu tätigen, weil der Eigentümer nicht verkaufen will.

Das Planfeststellungsverfahren ist deshalb unterbrochen. Eine Fortsetzung macht nur Sinn, wenn der Grunderwerb getätigt oder jedenfalls möglich ist. Ein Enteignungsverfahren zum Grunderwerb setzt ein abgeschlossenes Planfeststellungsverfahren voraus und hat sehr hohe Hürden, so dass es vor einer Erschließung von Zündorf-Süd praktisch keine Aussicht auf Erfolg hat.

Ein ausreichender Nutzen für den entscheidenden Finanzierungszuschuss durch den NVR ist erst zu erreichen, wenn das Fahrgastpotential genügend groß ist. Dafür muss das Baugebiet Zündorf-Süd realisiert werden.

Die Kosten für den Bau der Verlängerung hat die KVB gegenüber dem NVR (Zuschussgeber) mit rund 14 Mio Euro angegeben. Davon sind voraussichtlich über 12 Mio Euro Zuschussmittel des NVR, so dass für die Stadt bzw. die KVB nur ein Eigenanteil von weniger als 2 Mio Euro aufzubringen ist.

 

Die Haltung der CDU zur Linie 7 hat sich gegenüber früheren Beschlüssen nicht geändert. Die Interessen der Anlieger müssen im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens sorgfältig abgewogen werden und eine Erschließung von Zündorf-Süd muss außer über die Schiene auch über eine Umgehungsstraße erfolgen, damit nicht der ganze Verkehr durch Zündorf läuft.

  2 Kommentare zu “Was ist mit der Verlängerung der Linie 7?

  1. Lutz Tempel
    7. Mai 2013 um 22:08

    Die Kölner CDU-Fraktion, somit auch Henk van Benthem und Karsten Möring, ist am letzten Montag einem Ratsantrag von rot-grün zur Linie 7 beigetreten, der eben genau das angesprochene Planfeststellungsverfahren starten sollte. Der somit von den drei größten Kölner Fraktionen gemeinsam eingebrachte Antrag wurde dann jedoch von eben jener CDU im Rat abgelehnt aus Gründen, die nichts mit dem eigentlichen Willen zur Umsetzung der Linie 7 zu tun haben. Vielmehr dürfte es eine Trotzreaktion gewesen sein, da es der CDU nicht gelungen war, weitere 6,35 Mio. € im Haushalt zur Straßensanierung zu verankern. Damit war sie an der grünen Fraktion gescheitert.

    Spannend wird es nun, wenn genau diese CDU behauptet, der Antrag sei aus drei Gründen unsinnig. Dann hätte sie diesem ja gar nicht beitreten dürfen.

    Das beweist, dass die drei hier von Henk van Benthem und Karsten Möring angeführten Gründe nicht zutreffend sind. Die Stadt braucht eben dringend eine Planfeststellung, da nur diese Rechtssicherheit schafft, mit der die Eigentumsdebatte gelöst werden kann. Das weiß natürlich auch die CDU, obwohl sie zu Zeiten des OB Schramma genau dies nicht getan hat. Für Porz und Zündorf waren das genügend verlorene Jahre.

    Die Porzer CDU sollte sich nun lieber wieder auf ihre alten Ziele besinnen. Dies ist die Verlängerung der Linie 7. Wenn nicht jetzt, wann dann?

    Im Übrigen hat eben jene CDU-Ratsfraktion innerhalb von 3 Stunden ihre Meinung zur Teilinbetriebnahme der Nord-Süd Stadtbahn komplett geändert! Der dadurch entstehende Aufwand von 30 Mio. € (!) schafft keinerlei zusätzlichen Nutzen sondern ist „weg geworfen“. Bei laut Gutachten errechneten 2.000 zusätzlichen Nutzern, angenommenen 200 Fahrten pro Jahr und ein Zeitraum von vier Jahren (2016 bis 2019), ergeben sich insgesamt etwa 1,6 Mio. Fahrten. Bezogen auf 30 Mio. Kosten entstehen dem Steuerzahler somit zusätzliche Kosten von etwa 20 € je Fahrt! Damit könnten die Nutzer auch Taxi fahren.

    Und dafür hat die Kölner CDU die Linie 7 dann geopfert. Die Porzer Ratsmitglieder sind dem gefolgt. Das sollten sie dann auch zugeben.

  2. 7. Mai 2013 um 21:07

    also alles auf einmal, aber schrittweise nichts.
    es ist traurig, dass wir in porz in elementaren dingen politisch nicht in der lasge sind, PORZ in köln gemeinsam zu vertreten, um unsere lokalen interessen durchzusetzen. köln kommt es dabei wohl sehr gut zu passen, dass die cdu gegen weitere fortschritte stimmt und initiativen in die richtige richtung blockiert. dies, obwohl der zitierte kandidat tags zuvor genau das gegenteil von dem in einem gemeinsamen antrag durch seine unterschrift mitgetragen hat, was er anderntags in der ratssitzung mit den stimmen der cdu-fraktion ablehnte: die verlängerung der linie 7 für den porzer süden! das ist porzschädigende parteipolitik, die es zu beanstanden gilt.

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