Sanierung Mülldeponie Lind: Massiver Protest zeigt Wirkung!

Die seit 1979 stillgelegte Deponie in Lind muss dringend saniert werden. Der hierfür notwendige Baustellenverkehr bereitet Anwohnern und Politik seit nunmehr vier Jahren Kopfschmerzen. Bis heute ist nicht geklärt, welche Strecke der Anlieferverkehr mit insgesamt 50.000 LKW-Fahrten definitiv nehmen wird. Die Pläne der Kölner Stadtverwaltung sahen vor, den Verkehr über die Heidestraße und den Linder Mauspfad und somit durch die Wohngebiete in Wahnheide und Lind abzuwickeln. Gegen diese Pläne hatte sich vor Ort massiver Protest gebildet. Zuletzt wurde Ende letzten Jahres in einer gemeinsamen Postkarten-Kampagne des Bürgerverein Wahn-Wahnheide-Lind und der örtlichen CDU über 1.000 Unterschriften gegen die Streckenführung gesammelt und dem Oberbürgermeister übergeben.

„Der massive Protest vor Ort hat offensichtlich Wirkung gezeigt. Auf Nachfrage hat mir der Oberbürgermeister aktuell mitgeteilt, dass die ursprünglich gemachten Festlegungen zur Verkehrsführung komplett widerrufen wurden“, beschreibt das zuständige Wahner CDU-Ratsmitglied Dr. Helge Schlieben vorsichtig optimistisch die neuesten Entwicklungen.

„In seinem Schreiben teilt mir der Herr Oberbürgermeister mit, dass die Bezirksregierung nach erneuten Gesprächen mit der Kölner Stadtverwaltung festgestellt hat, dass die Verkehrsführung kein zu regelnder Bestandteil im Planfeststellungsverfahren ist und die Entscheidung somit nicht in die Verantwortung der Bezirksregierung falle. Das städtische Amt für Straßen und Verkehrstechnik hat seinerseits aktuell festgestellt, dass die zusätzlichen LKW-Fahrten keine Nutzung über den Gemeingebrauch hinaus darstellen, d.h. weder für die Fahrten über die Heidestraße noch über Straßen auf Troisdorfer Gebiet ist eine verkehrsrechtliche Genehmigung notwendig. Dies hat zur Folge, dass die bisher festgelegte Verkehrsführung widerrufen wurde“, so Schlieben.

Wie geht es aber jetzt weiter? Hierzu Schlieben: „Während der Baumaßnahme läge es nun im Ermessen des Lieferanten selbst zu entscheiden, welchen Fahrtweg er wählt. Laut Aussage des Oberbürgermeisters laufen aktuell aber Gespräche zwischen Köln und Troisdorf mit dem Ziel eine einvernehmliche Lösung zu finden, bei der die Heidestraße entlastet und die Troisdorfer Straßen nicht über Gebühr belastet werden. Sollte hier ein politischer Kompromiss gefunden werden, wird dieser in der Ausschreibung der Baumaßnahmen verbindlich vorgeschrieben.“

Wann die letztendliche Entscheidung über die Verkehrsführung fällt, ist nach Aussage des Oberbürgermeisters zurzeit noch offen.

„Wir werden die Gespräche mit Troisdorf gerne unterstützen und hoffen auf eine positive Einigung. Klar ist aber auch, dass wir hierbei weiterhin dafür kämpfen werden, dass es keinen zusätzlichen LKW-Verkehr auf der Heidestraße geben wird“, so Schlieben abschließend.

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