Keine Sekundarschulen in Porz

Im schulpolitischen Konsens für NRW ist die Gründung von Sekundarschulen vorgesehen. Es handelt sich hierbei um Schulen der Sekundarstufe I, die in der Regel als Ganztagsschulen geführt werden. Die Gründung ist möglich, wenn hierfür ein Bedürfnis besteht, was anhand der Schülerzahlentwicklung und Befragungen der Eltern festgestellt werden muss.

Wie geplant hat die Verwaltung auch in Köln eine Befragung der Eltern von Dritt- und Viertklässler/-innen durchgeführt. Eine erste Schnellauswertung zeigt, dass die Nachfrage nach der neuen Schulform nicht sehr groß ist.  „Kölnweit sprachen sich nur 78 Eltern der Viert- und 90 Eltern der Drittklässler eindeutig für die Sekundarschule aus. Weitere 89 Eltern von Viertklässlern und 80 Eltern von Drittklässlern könnten sich die Sekundarschule als eine von mehreren möglichen Schulformen für ihr Kind vorstellen“, so das zuständige Porzer CDU-Ratsmitglied Dr. Nils Helge Schlieben, gleichzeitig schulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. Im Rahmen der letzten Sitzung des Schulausschusses musste die Verwaltung bereits ihre Vorlage zur Einführung einer Sekundarschule in Köln-Bickendorf zurückziehen, da die notwendigen positiven Elternvoten pro Schule nicht erreicht wurden

Auch auf Porz haben die neuen Ergebnisse Auswirkung. Für Porz war seitens der Schulverwaltung bisher die Auflösung aller Haupt- und Realschulen zugunsten von Sekundarschulen vorgesehen. Auf Nachfrage von Schlieben hat die Verwaltung bereits erklärt, dass wohl auch die Porzer Elternvoten nicht ausreichen, um Sekundarschulen zu gründen. Für Anfang Dezember ist eine detaillierte Ergebnisdarstellung zu erwarten.

„Nachdem die betroffenen fünf Porzer Haupt- und Realschulen schon im Juni diesen Jahres die Pläne der Verwaltung einhellig abgelehnt haben und dies auch in einer schriftlichen Stellungnahme an die Verwaltung ausführlich begründet haben, legen jetzt auch die Eltern ihr Veto gegen die Einführung von Sekundarschulen ein. Wir sind daher sehr erfreut darüber, dass das gut funktionierende Porzer Schulsystem bestehen bleibt und keine Änderungen gegen den Willen der Eltern und der Schulgemeinschaft durchgedrückt werden können“, sind sich die vier Porzer CDU-Ratsmitglieder Henk van Benthem, Anne Henk-Hollstein, Werner Marx und Dr. Schlieben einig. „Wir hoffen für die Zukunft, dass die Verwaltung hieraus gelernt hat und die Weiterentwicklung unserer Schullandschaft nicht mehr ohne oder gegen, sondern nur noch mit den Schulen gestaltet“, so die vier Porzer abschließend.

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