Kategorie: Kultur

Kultur-Meldungen und Berichte für Köln-Porz. In dieser Rubrik finden Sie auch die Themen Glauben, Brauchtum und Karneval.

Kundgebung für die Demokratie

Eher selten finden in Porz Kundgebungen statt. Um so dringlicher erschien es dem Arbeitskreis der Porzer Religionen, vor den Kommunalwahlen zu einer Kundgebung „Gemeinsam Demokratie leben!“ in der Fußgängerzone aufzurufen. Rund 200 Porzer/-innen, darunter auch viele Bezirksvertreter/-innen, waren dem Aufruf gefolgt.

Kundegebung

Die Kundgebung in der Fußgängerzone (Foto © porzerleben.de)

Die Moderatoren

Diakon Matthias Gill (l.) und Pfarrer Rolf Theobold (r.) (Foto © porzerleben.de)

Diakon Gill (Kath.) und Pfarrer Theobold (Evang.) eröffneten die knapp einstündige Kundgebung mit den Worten, hier werde für etwas demonstriert und nicht gegen Jemanden. Insbesondere nicht gegen andere Menschen. Demokratie sei eine Lebenshaltung und keine Waffe. In einer Demokratie gehe es um ein gemeinsames „Ringen um das möglichst gute Leben“, das sei ihr Wert.

Nach zwei als „Poetry Slam“ angekündigten Beiträgen zweier Jugendlicher folgten knapp gehaltene Vorträge der im Arbeitskreis zusammengeschlossenen Glaubensgemeinschaften, die jeweils die Bedeutung des demokratischen Zusammenlebens in einer vielfältigen Gesellschaft hervorhoben. Rita Süssmuth war angekündigt, aber leider kurzfristig erkrankt. Hingegen war Guido Cantz angekündigt und auch erschienen. Hervorzuheben ist der Appell seines Schlußsatzes: „Wir müssen mehr in Porz machen!“ Gerahmt wurde die Veranstaltung durch Friedenslieder, präsentiert von Musikern der Big Band SIX8TYONE.

Abschlussfoto

Wunsch der Veranstalter: Ein gemeinsames Abschlussbild mit den Teilnehmern (Foto © porzerleben.de)

Kommentar der Redaktion: Hintergrund der Veranstaltung ist zunächst die geringe Wahlbeteiligung bei der letzten Kommunalwahl 2020 im Stadtbezirk Porz (46,0 Prozent, darunter 28,4% in Finkenberg und 29,5% in Gremberghoven). Dann aber auch das Erstarken der AfD (6,7% im Stadtbezirk).
Diese „Autokraten-Freunde in Deutschland“ hatten im Jahr 2020 ausgerechnet in Finkenberg (überdurchschnittlicher Migranten- und Ausländeranteil) einen Stimmanteil von 14,2% erzielt, was zeigt, wie wenig Menschen aus dem Leben ihrer Vorfahren lernen. Und zwar nicht nur „Ahnendeutsche“, sondern gerade auch „Migrantendeutsche“ – etliche wählen heute die Befürworter autoritärer Staatsformen ohne zu bedenken, dass eine solche Partei weder eine dauerhafte Zuwanderung von Migranten noch die Vergabe der deutschen Staatsbürgerschaft überhaupt geduldet hätte.

Kundgebung am 29.8. Porz: Gemeinsam Demokratie leben!

Gemeinsam mit verschiedenen Parteien bekennt sich der Arbeitskreis der Porzer Religionen dazu, dass Demokratie eine Lebensform ist, in der jede und jeder das verbürgte Recht hat, in Freiheit das eigene Leben zu leben, und zugleich die Möglichkeit, das gemeinsame Leben in unserer Stadt und in unserem Land mitzugestalten.

Veranstaltung mit Prof. Dr. Rita Süßmuth und Guido Cantz in der Porzer Fußgängerzone vor der Kirche St. Josef. Mit Beiträgen des Arbeitskreises und Musik der Sixty8tyOne Big Band.

Porz 1975 live im Rahmen der Veranstaltung „50 Jahre Stadtbezirk Porz“

Die Band Schmitz & Niebuhr, v.l.n.r.: Alex Tschersich, Bernd Wilberg, Thomas Widdig, Dierk Düchting, Marco Trovatello. Bild: A, Tschersich.

Die Band Schmitz & Niebuhr, v.l.n.r.: Alex Tschersich, Bernd Wilberg, Thomas Widdig, Dierk Düchting, Marco Trovatello. Bild: A, Tschersich.

Am 21. Mai 2025 wird die Köln-Porzer Band Schmitz & Niebuhr im Rahmen der Veranstaltung „50 Jahre Stadtbezirk Porz – 50 Jahre Eingemeindung“ einige Stücke ihres Albums PORZ 1975 live spielen. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 21. Mai 2025, 19 Uhr, im Bezirksrathaus Porz, Rathaussaal, Friedrich-Ebert-Ufer 64-70, Köln-Porz, statt. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung per Klick auf diesen Link wird gebeten.Informationen zu Adresse bzw. Anreise finden Sie hier: https://rathaussaal-porz.de/

Der Porzer Journalist und Moderator Frank Überall präsentiert gemeinsam mit dem Bürgeramt Porz eine Talk- und Diskussionsveranstaltung im Rathaussaal Porz. Gäste des Podiums sind Zeitzeugen der Eingemeindung wie u.a. Beatrix Lampe, Redakteurin der bis 2022 in Porz ansässigen Lokalredaktion Porz des Kölner Stadt-Anzeigers, Entertainer Guido Cantz sowie Stadtrevue-Politikredakteur Bernd Wilberg und Schmitz & Niebuhr-Gitarrist.

Für das Jahr hat die Band weitere Live-Konzerte geplant. Neben dem vermutlich aufwändigsten Konzert im Bürgerzentrum Engelshof am 29. November wird es weitere Termine in und um Köln geben. Mehr dazu in Kürze.

Ausstellung eröffnet: 50 Jahre Stadtbezirk Köln-Porz

Publikum

Rechts im Bild: Die Jazz Combo des Stadtgymnasiums Porz (Foto © porzerleben.de)

Das Interesse der Porzer war groß: Im gut gefüllten Foyer vor dem Porzer Rathaussaal und bewirtet durch das Bürgeramt Porz, fand am Donnerstag die Eröffnung der Ausstellung „50 Jahre Stadtbezirk Porz – 50 Jahre Eingemeindung“ statt. Sie ist nun bis zum 27. September im Foyer und auf der Galerie im ersten Stock frei zugänglich. Organisiert vom Bürgeramt Porz und in Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein Rechtsrheinisches Köln und dem Historischen Archiv mit Rheinischem Bildarchiv.

Bezirksbürgermeisterin Stiller begrüßte das Publikum. Sie betonte in ihrer Rede, mit und ohne Köln habe Porz durch seine verbundenen Ortsteile und seine Geschichte eine eigene Identität. Dieses Merkmal zeichne den heutigen Kölner Stadtbezirk gegenüber allen weiteren Kölner Stadtbezirken besonders aus.

Personenfoto

Sie hatten eingeladen (v.l.): Amtsleiter G. Motter, Bezirksbürgermeisterin S. Stiller, Archivarin Dr. D. Wagner und Heimatforscher H. Schützendorf (Foto © porzerleben.de)

Frau Dr. Wagner vom Historischen Archiv Köln führte aus, Porz habe Köln neben Flughafen und Forschungseinrichtungen besonders durch seine wertvollen Naherholungsgebiete bereichert. Und wodurch Köln Porz positiv bereichert habe, darauf gab sie auch eine Antwort: durch den Stadtteil Poll. Herr Schützendorf vom Geschichts- und Heimatverein berichtete von der Errettung des analogen Bildarchivs der Lokalredaktion Porz des Kölner Stadtanzeigers vor unzugänglichen DuMont-Kellern. Das Büro der Porzer Lokalredaktion hatte der Konzern DuMont im Jahr 2022 geschlossen. Nun lagert der schwarz-weiße Fotoschatz in Räumen der Lukaskirche und ist nach Absprache nutzbar.

Umrahmt wurden die Vorträge durch Musik der Jazz Combo des Stadtgymnasiums Porz. Die jungen Musikerinnen und Musiker überzeugten mit beeindruckender Spielfreude, stilistischer Vielseitigkeit und einem bemerkenswerten Gespür für den charakteristischen Swing.

„Trio-Raritäten“ bei „Musik im Klub“

Mehrmals im Jahr ist beim RTK Germania e.V. in Poll der erste Sonntagvormittag Konzert-Tag. Dann strömt eine treue Gemeinde in den großen Saal am Rheinufer, um klassische Musikstücke zu genießen – dargeboten von herausragenden Musikern. Hier ist jeder willkommen. Und der Eintritt bleibt kostenlos – Spenden zur Mitfinanzierung sind erwünscht. Auch die Bezirksvertretung Porz fördert diese hochwertige Veranstaltungsreihe, die 2026 ihr 30-jähriges Bestehen feiert. Für den RTK betreut Ursula Düsselmann ehrenamtlich die Konzerte.

Trio-Endeckungen

„Trio-Entdeckungen“ in Poll (Foto © Anita Brandtstäter)

Von Anfang an an dabei ist als künstlerischer Leiter Oliver Drechsel, zunächst als Student an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln, inzwischen als vielseitiger Konzertpianist und Gymnasiallehrer für Musik im Rang eines Studiendirektors. Drechsel ist auch Teil des Tríos, das Raritäten der Kammermusik nachspürt. Bereits im Herbst 2023 war es beim RTK Germania zu Gast, auch diesmal waren Fredrik Söhngen (Oboe) und Berthold Große (Fagott) aus Stockholm angereist. Denn hier sind sie beide als Solo-Instumentalisten (Prinzipal, Stimmführer) in königlichen Orchestern tätig.

Entsprechend genussvoll war die Darbietung des Trios mit Stücken von Komponisten, die nicht alltäglich gespielt werden: Henri Brod, Oboenvirtuose und -bauer (1799-1839), Marie Clémence de Grandval (1830-1907), Max Bruch (1838-1920), William Grant Still, USA (1895-1978) und Philip Rugel, USA (*1970).  Rugel schrieb übrigens auf Bittten von Drechsel die gewünschte Sonate extra für die Instrumente des Trios um. Das Konzert am Vormittag  endete mit lang anhaltendem, eine Zugabe einfordendem Beifall. Neugierig geworden? Dann bis zum nächstenmal. Die Termine finden sich auch in unserer Terminübersicht.