Kategorie: Kultur

Kultur-Meldungen und Berichte für Köln-Porz. In dieser Rubrik finden Sie auch die Themen Glauben, Brauchtum und Karneval.

Feuer, Wasser, Erde, Luft – Konzert für Kinder

Für Kinder im Kindergartenalter (3-6 Jahre) gibt es im Engelshof wieder ein Konzert der Reihe PhilharmonieVeedel.  Das Kölner Ensemble Confetissimo bringt die vier Elemente musikalisch und auch schauspielerisch zur Darstellung.

07.03.2010 Sonntag 15:00 Uhr, Erwachsene 6 Euro, Kinder 4 Euro
Ensemble Confettissimo
Jutta Simon-Alt Oboe, Gesang
Anke Held Gesang, Small-Percussion
Matthias Ebbinghaus Klavier, Cajon, Gesang
Roland Garbusinski Saxophon, Small-Percussion, Gesang

Peter und der Wolf als Schattenspiel

Im Engelshof können Kinder und Eltern im März den Kinderklassiker PETER UND DER WOLF erleben.  Heinrich Heimlich inszeniert die Geschichte mit der Musik von Sergei Prokoviev als  farbiges Schattenspiel.
Sonntag, 14.03.2010, 11.00 Uhr –  5 Euro p. Person

Irish Folk – Musik-Nacht

Auf dem Eltzhof startet im März eine neue Reihe mit musikalischen Veranstaltungen.
In regelmäßigen Abständen will Sa Cova LIVE-Musik  präsentieren.

Jede Musik-Nacht steht unter einem anderen musikalischen Motto. Den Auftakt macht am 13. März das Trio DÀN mit IRISH FOLK und Musik aus anderen keltischen Regionen. Die Band besteht aus Joergen W. Lang (Gitarre, Low Whistle und Hauptsänger), Johannes Mayr (Akkordeon, Kontrabass und Gesang) und Franziska Urton (Fiddle und Gesang).

Sa.13.03.2010, 20 Uhr, Eintritt: 14 Euro

Eltzhof, St. Sebastianus Str. 10, 51147 Köln

Die Carl-Stamitz-Musikschule (Teil 2).

Bitte beginnen Sie mit Teil 1 dieser Serie.

Fortsetzung:

2005
Zur Jahresmitte 2005 teilt die Kölner Verwaltung die Ergebnisse der Aufgabenanalyse den Gremien des Kölner Stadtrats in einer vierseitige Tischvorlage mit.  Das Wirken der RMS gehöre nicht zu den Pflichtaufgaben der Kommune, es sei vielmehr Teil der öffentlichen Kulturförderung. Wenngleich also (ordnungspolitisch) verzichtbar, arbeite die RMS als Ergänzung der allgemeinbildenden Schulen den strategischen Bildungszielen der Stadt Köln zu. Ihr musikpraktischer Unterrricht in erster Linie für Kinder und Jugendliche schaffe Möglichkeiten, „emotionales und kreatives Erleben zu entwickeln, soziale Kompetenz zu fördern“ und kognitives Denken zu schulen.

Das aber ist bereits das Ende der Prosa und der Bericht kommt zum eigentlichen Kern: „Im Rahmen der Prüfung sind eine Reihe Konsolidierungspotentiale ermittelt worden (…)“ Diese werden in elf Punkte ausgeführt und der Bericht schließt: “ Bei sukzessiver Umsetzung der im Ergebnisbericht genannten Maßnahmen lässt sich eine Einsparung von jährlich rd.  240.000 bis 290.000 € erzielen.“ Dies alles trotz folgender Sachlage, die sich auf das Jahr 2004 bezieht: „Die Rheinische Musikschule hat im vergangenen Jahr die Budgetvorgabe um rund 150.000 € unterschritten“.

Zu den elf Maßnahmen gehören zum Beispiel

  • (1) mehr Gruppenunterricht anstatt Einzelunterricht
  • (2) Ensembleunterricht ausschließlich für Gruppen ab acht Schülern. „Ob für existierende Kammermusikstrukturen … Ausnahmeregelungen geschaffen werden, muss noch geprüft werden.
  • (3) …

Die Maßnahme Nr. 9 zur „Struktur der RMS“ betrifft Porz unmittelbar. Hier der Wortlaut:

„Mehrere Vorschläge betreffen die ‚Besonderheiten‘ der Regionalschule Porz. So wird vorgeschlagen, den pädagogischen Sonderstatus der RS Porz aufzuheben. Zudem sollen vom Förerverein Porz für die genutzten Räumlichkeiten Nutzungsentgelte erhoben werden. Sowohl im Innenverhältnis wie in der Außendarstellung soll die Trennung zwischen Regionalschule Porz und dem Förderverein Porz klarer hervor gehoben werden. Die Stelle der Bürosekretärin in der Regionalschule Porz ist einzusparen.“

Und alle Regionalschulen aber auch Porz betrifft die Fortsetzung:

„DasVerfahren der Anerkennung von Verfügungsstunden für die Regionalschul-Leitungen und die Fachleitungen soll überarbeitet werden. Die Regionalschulen sollen verstärkt im Rahmen von mietfreien Nutzungsüberlassungen (z.B. in Schulen) untergebracht werden, anderseits sollen durch vermehrte Vermietung der Unterrictsräume (z.B. als Proberäume) Einnahmen erreicht werden.

Diese Unterlage ist zwar nur eine Mitteilung der Verwaltung, dennoch hat sie gezeigt, wohin die Verwaltung steuert: Weitere Sparmaßnahmen und mehr Zentralismus auf Kosten der Carl-Stamitz-Musikschule. Zudem wird der Förderverein als Fremdkörper behandelt. Die Porzer werden politisch aktiv, denn es ist klar: Im Herbst 2005 fallen zu diesemThema Entscheidungen.

Politisch besteht zwischen 2004 und 2009 im Kölner Rat eine große Koalition. Der Koalitionsvertrag befasst sich auf Seite 38 mit der RMS. Sie wird hier als wichtige und notwendige Ergänzung zum schulischen Bildungssystem gewürdigt. Weiter heißt es wörtlich:

„Die Ansätze zur Kooperation mit Schulen, weiteren Bildungsträgern und kulturellen Einrichtungen sollen verstärkt werden. Gerade bei der Schaffung von ergänzenden Ganztagsangeboten für Schüler/-innen muss die Rheinische Musikschule zukünftig eine wichtige Rolle spielen.
Die regionale Struktur der Rheinischen Musikschule ist zu erhalten. Gleichzeitig ist darauf zu achten, dass das Angebot und die Ausstattung in den Regionalschulen den örtlichen Strukturen und Bedürfnissen gerecht wird. Hier ist die Verwaltung aufgefordert, Optimierungsvorschläge zu entwickeln.“

Die Porzer Vertreter der Koalitionsparteien verweisen entsprechend auf diesen Koalitionsvertrag und sagen den Porzern Unterstützung für die Carl-Stamitz-Musikschule (CMS) zu.

Etwa zur selben Zeit schließen Carl-Stamitz-Musikschule, ihr Förderverein und das Stadtgymnasium Köln-Porz eine Kooperationsvereinbarung über die Einrichtung von Musikklassen ab dem Schuljahr 2006/2007.

Über die weitere Entwicklung ist ein dritter Teil dieser Serie geplant.

Zeichen der Macht: Der Dreschflegel in falschen Händen

Wehe, wenn der Dreschflegel in die falschen Hände gerät ! „Das kostet richtig viel Bier“, weiß nun auch der Kölner SPD-Vorsitzende und Landtagskandidat Jochen Ott, der partout die Finger nicht vom Dreschflegel des Bauern vom Porzer Dreigestirn lassen wollte …

Zeichen der Macht: Der Dreschflegel in falschen Händen

Zeichen der Macht: Der Dreschflegel in falschen Händen

Der Präsident des Festausschusses Porzer Karneval (FAS) Stephan Demmer musste jetzt einen „Stilbruch“ öffentlich bekennen, der beim Auftritt des Porzer Dreigestirns auf dem SPD-Neujahrsempfang am 21. Januar im Bezirksrathaus unterlaufen war.

Wie Demmer am 01. Februar bei der „Pro-Porzer-Presse-Party“ einräumte, sei ihm ein „Fehler unterlaufen, der mich viel Freibier hätte kosten können“ (siehe Foto: Jochen Ott mit Dreschflegel). Was war geschehen … ?

Das Porzer Dreigestirn mit Prinz, Bauer und Jungfrau besteht als Einheit im Karneval seit 1883. Der Prinz (Dieter I., Herkenrath), der auch „Seine Tollität“ genannt wird, ist der höchste Repräsentant des Kölner Karnevals, der als Oberhaupt des Dreigestirns stets eine Pritsche bei sich trägt. Die Jungfrau (Stefanie Kloß) ist mit Krone und silbernem Spiegel ausgestattet und symbolisiert als „Ihre Lieblichkeit“ die beschützende Mutter Colonia.

Und der Bauer (Dieter Thräne) ? „Seine Deftigkeit“ genannt, steht für den Ausdruck der Wehrhaftigkeit der Stadt. Im Dreigestirn trägt er traditionell einen Dreschflegel in der Hand und symbolisiert damit die Befreiung der Stadt Köln aus der Macht der Erzbischöfe, die bei der Schlacht von Worringen gewonnen wurde.

Chef d´Equipe Hartmut Kloß (einst selbst Prinz der Karnevalssession 2007/2008) weiß nicht nur, was es mit den „Macht-Insignien“ des Dreigestirns auf sich hat, sondern auch, wie man damit umzugehen hat. Und genau da hatte FAS-Präsident Stephan Demmer die „Lage auf dem Porzer Neujahrsempfang einfach nicht gepeilt“, als er des Bauern Dreschflegel bei einer Ordensverleihung auf der Bühne aus der Hand gab, weil der Porzer Landtagsabgeordnete Jochen Ott „das Ding unbedingt mal halten wollte“.

Und das kostet eben „Freibier“, auf dem Ott den FAS-Präsidenten allerdings nicht sitzen lassen wollte: „Schließlich habe ich ihm die Suppe eingebrockt, und deshalb will ich auch für das ausstehende Freibier gerade stehen“, hatte Jochen Ott spontan beim Neujahrsempfang versprochen.

„Wettschulden sind Ehrenschulden, die man umgehend begleicht“ musste Ott bekennen, als er dem FAS-Präsidenten Demmer zu Beginn der Pro Porzer Presse-Party 10 Liter Kölsch nebst einem Dutzend eigens gefertigter Biergläser überreichte. Der bedankte sich und informierte die illustre Runde anschließend über die feine Geste des Landtags-„Abgeordneten“ Ott, der „mir und den versammelten Gästen durch diese Form der Wiedergutmachung zum fälligen Freibier verhalf“.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Jochen Ott die Party bereits vorzeitig verlassen müssen, weil die Geburt der Zwillingstöchter Carla und Luise rief …

Dankesrede des FAS-Präsidenten Demmer