Blues und Balladen – Gerd Köster & Frank Hocker im Eltzhof

Letzten Freitag gastierte das bewährte kölsche Duo Köster und Hocker mit seinem neuen Programm „Cash to Äsh“ im Eltzhof. Als musikalische Verstärkung hatten sie den BAP-Musiker Helmut Krumminga mitgebracht, der mit Hocker eine anspruchvolle und sehr hörenswerte Zwiesprache per Gitarre pflegt. Die Mischung aus viel Blues und etwas Rock harmoniert sehr gut mit Kösters rauchig bis röhrender Stimme und ebenso mit den Themen der Lieder, die von heiter bis melancholisch, frech bis nachdenklich changieren.

Kösters Themen sind nah am (kölschen) Alltag und seinen teilweise absurden Zumutungen, womit er  im ausverkauften Saal viel Kopfnicken und zustimmenden Applaus auslöst. Ob es nun der Fehlalarm um den Winter-Blizzard war oder die Phrase vom „positiven Denken“ – Köster bricht die Schlagzeilen herunter und hinterfragt. Dem Establishment gilt der Spott („Fuck Chardonnay“), denjenigen, die ihren Kopf hinhalten das Mitgefühl (Weihnachtsbrief eines kölschen Soldaten in Afghanistan in „Zwesche dä Daach“).  Sich und seinesgleichen nimmt er nicht aus bei der ironischen Betrachtung – etwa in der Vision vom Musiker-Altersheim („Seniorenstift `Am Aasch e Tröötche`“). Das ist alles sehr sympathisch und ohne Distanz und Allüren.

Ein kurzweiliger Abend in gepflegtem Ambiente. Die Zuhörer überwiegend aus der Generation 50 plus verlangten und bekamen auch mehrere Zugaben.

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