„Antigone“ als Schulaufführung

Am zwei Tagen Mitte Mai zeigt der Literaturkurs des Jahrgangs 12 der Lise-Meitner-Gesamtschule unter der Leitung von Werner Imbach seine diesjährige Produktion: die Antigone von Jean Anouilh. Die Aufführungen im Pädagogischen Zentrum beginnen am Mittwoch, den 15. und Donnerstag, den 16.5.  jeweils um 19.30 Uhr.

Der französische Autor Jean Anouilh (1910 – 1987) greift den antiken Stoff von Sophokles Antigone aus dem Jahre 442 vor Christus auf und überträgt das Werk in die Moderne: Antigone ist eine junge Frau, die sich bewusst für den eigenen Tod entscheidet, indem sie ihren Bruder heimlich des Nachts beerdigt, obwohl König Kreon diese Beerdigung nicht nur verboten, sondern auf eine solche Handlung die Todesstrafe ausgesetzt hat. Antigone verkörpert eine Rolle, die den Sinn der ganzen Welt in Frage stellt. Es geht letztlich um eine Entscheidung zwischen Gehorsam und eine kompromisslose Auflehnung gegen Ungerechtigkeiten.

Obwohl die Antigone von Jean Anouilh oft in Verbindung zur Resistance-Bewegung in Frankreich (1944) gebracht wird, hat es das Stück geschafft, sich aus der geschichtlichen Beziehung zu lösen, als Klassiker des Dramas zu gelten und eine scheinbar immerwährende Aktualität zu bewahren, die sich auf vielerlei denkbare Konflikte anwenden lässt.

(auf der Basis einer Pressemitteilung)

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