Porzer Hauptschüler gewinnen 1. Preis des Bundespräsidenten

Film „Die Fair-Nascher“ wird ausgezeichnet

Fotos: Engagement Global gGmbh, Fotograf: Patrick Meinhold Fotos: Engagement Foto: Global gGmbh, Fotograf: Patrick Meinhold

Mehrere Wochen beschäftigten sich 21 SchülerInnen der Johann-Amos-Gemeinschaftshauptschule mit der Produktion und dem Konsum von Schokolade in Deutschland und Afrika. Ihr 20-minütiger Film „Die Fair-Nascher – mit Fair Trade Kinderarbeit stoppen“ hat gerade unter mehr als sechshundert Bewerbungen bundesweit einen der Hauptpreise beim Schulwettbewerb des Bundespräsidenten gewonnen.(1. Preis der Kategorie 2 – Klasse 5 bis 7). Der Preis ist mit 2 000 € dotiert.

Gemeinsam mit der Stiftung Partnerschaft mit Afrika e. V. setzten sich die Schüler dabei auch kritisch mit Vorurteilen auseinander, die in Deutschland teilweise immer noch gegenüber Afrikanerinnen und Afrikanern bestehen. Unter Leitung der Journalistin Sabine Hammer standen die SchülerInnen sowohl vor, als auch hinter der Kamera und führten eigenständig Interviews mit Experten, die viel Interessantes über Missstände wie Kinderarbeit, globale Verantwortung und fairen Kakao und Fairtrade berichten konnten.

Schockiert waren die SchülerInnen darüber, dass viele Menschen, die auf Kakaoplantagen in Westafrika arbeiten, Schokolade noch nie gesehen haben. Davon berichteten Friedel Hütz Adams, 2. Vorsitzender des Forums Nachhaltiger Kakao, wie auch Olaf Vortmann, Leiter des Besucherservices des Kölner Schokoladenmuseums. Beide interviewten die SchülerInnen für ihren Film. Wichtig ist jedoch, den afrikanischen Kontinent nicht nur in den typischen Klischees zu sehen. Durch Gespräche mit dem erfolgreichen togolesischen Prinzen Lorenzo Kuegah, Weltmeister im Boxen und erfolgreicher Geschäftsmann in Deutschland, lernten sie andere Gesichter Afrikas kennen und zeigten diese.

Das erfolgreiche Pilotprojekt der Stiftung Partnerschaft mit Afrika e.V. bot den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern die Chance, sich ganz praktisch mit Entwicklungsländern in Afrika und mit dem Handel nach Europa auseinander zu setzen. „Das Projekt hat den Schülern vor allem deshalb so viel Spaß gemacht, weil das Thema greifbar war und sie den Film selbst gestalten konnten“ sagt Anne-Katrin Krauel, die Projektleiterin der Stiftung. Mit der Verleihung des Preises werden die SchülerInnen nun für ihre Bemühungen belohnt.
Das Projekt „Engagement der Vielfalt“ wurde unterstützt durch Engagement Global sowie die ZEIT-Stiftung und die Stiftung Umwelt und Entwicklung und fand in Kooperation mit der Johann-Amos-Comenius Gemeinschaftshauptschule, Transfair, Eigenart e.V. und Prinz Lorenzo Kuegah von Dekanme im Rahmen des berufsbildenden Schulunterrichtes statt. „Wir wollen das Interesse der Jugendlichen für Medien nutzen – damit sie sich selbst kreativ mit Vorurteilen und globalen Themen befassen und sich für eine gerechte Welt engagieren“, so Krauel, „der Erfolg gibt uns recht. Die SchülerInnen haben viel über Afrika gelernt und ihre Einstellungen gewandelt, sind zu bewussten KonsumentInnen und BotschafterInnen für den fairen Handel geworden. Wir möchten das erfolgreiche Pilotprojekt gern fortführen und hoffen dafür auf weitere Unterstützung.“

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