Breite Unterstützung für Ganzjahresöffnung des Bauspielplatzes Senkelsgraben: „Wir wollen noch mehr anbieten“

hkbsp2013Eine breite und ermutigende Unterstützung erhält der Förderverein Bauspielplatz Senkelsgraben in Wahnheide e.V. für seinen Plan, das Gelände mit seinem Spiel- und Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche demnächst ganzjährig anstatt nur während knapp 8 Monaten zu öffnen.

Das kostet wohl mehr Geld, und da sehen die Ehrenamtlichen im 20. Jahr ihrer Vereinsgründung die Stadt Köln in der Pflicht,endlich einen anteilig höheren Regelbeitrag zu leisten, „damit Kinder und Jugendliche auf REWE-, ALDI- und LIDL-Parkplätzen nichts mehr zu suchen haben …“.

„In diesen Tagen läuft die Frist für die Beantragung der Regelfördermittel bei der Stadt ab, die uns bisher mit 15.000 Euro Jahreszuschuss unterstützt“, teilt die Vorsitzende des Fördervereins Bauspielplatz Senkelsgraben in Wahnheide e.V. Marion Tillmann mit. Der Blick in die Zukunft des ehrenamtlich geführten Spielplatzes für Kinder und Begegnungsstätte für Jugendliche sollte eigentlich mit weniger Sorgenfalten verbunden sein, nachdem das benachbarte Logistikunternehmen UPS im Sommer einen Spendenscheck über 26.500 Euro überreicht hatte.

„Diese UPS-Zuwendung aus Amerika ist rein zweckgebunden für Sachinvestitionen in dieGelände- und Gebäudesubstanz, die es nach über 30 Jahren Jahren bitter nötig hat“, erklärt Geschäftsführer Karl-Heinz Tillmann. Sämtliche Sanierungsarbeiten, mit neuem Gemüsegarten, ein Beachvolley-/Fußballfeld mit Fangnetzen, zusätzlich gewonnene Spiel-, Theater- und Unterkunftsflächen im neuen Hausaufgabenhilfe- und Bibliotheks-Container sollen bis zum Saison-Neustart fertiggestellt sein.

Sorgen bereitet den Förderern, die gleichzeitig als Träger und Betreiber fungieren, wie es mit den Personalkosten für qualifizierte haupt- und nebenberufliche Mitarbeiter wie Sozialpädagogen, Erzieher/in oder Betreuer/in weitergehen soll, denn die Stadt trägt nicht einmal ein Drittel des Personalbudgets.

„Da wir den Freizeitwert und unsere Infrastruktur dank der UPS-Spende wesentlich aufwerten und auch unser Programmangebot (Kinder- und Jugendtheater, Tanzgruppen, Hausaufgabenhilfe) ausbauen können, hat der Vorstand beschlossen, entsprechend der Nachfrage das Gelände ab 2014 wieder ganzjährig zu öffnen“, gibt Vorsitzende Marion Tillmann bekannt.

NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft besuchte den Bauspielplatz im Sommer und lobte dabei das herausragende Engagement des Vereins, der sich in vorbildlicher Weise für Kinder und Jugendliche einsetzt. Sie zeigte sich verwundert, dass der Betrieb ab Ende Oktober bis in den März fast 5 Monate schließen müsse, weil kein Geld für Personal bereitgestellt werden kann.

Der SPD-Ortsverein Wahn, Wahnheide, Lind, Libur hat sich ebenso wie der örtliche Bürgerverein und nun auch die Porzer SPD mit einstimmigem Beschluss für eine Mittelaufstockung mit dem Ziel der Ganzjahresöffnung ausgesprochen.

Und weil für Küchenhilfen bald der Mindestlohn gilt, rechnet der Verein in seiner Budgetplanung mit einer insgesamt um 5.000 Euro erhöhten Kostenbeteiligung der Stadt, die jetzt rechtzeitig für 2014 beantragt wurde.

Die Weiterführung des Jugendtreffs „14plus“, bei dem Jugendliche das Gelände freitags bis 22 Uhr mit Sozialarbeitern nutzen können, ist ebenfalls gesichert: Der Stifterrat der Karl Bröcker Stiftung in Lippstadt hat den Personalkostenbeitrag noch einmal bewilligt.

Im Bild: Hannelore Kraft lenkt mit MdB Martin Dörmann, Betreuer Benny Belgrath und Marion Tillmann freuen sich (von r.) Foto: Karl-Heinz Tillmann

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