Fischsterben in Langel

Feuerwehr und Steb Köln versuchen zu retten, was noch zu retten ist

Foto: Jürgen Szesny

Dank schneller und unbürokratischer Hilfe besteht die Möglichkeit, dass zumindest die kleineren Fische in dem Fischgewässer am Langeler Rheinufer gerettet werden können. Viele große Fische treiben schon tot an der Oberfläche. Wenn das Gewässer austrocknet, stirbt zudem die Bodenschicht auch ab und das Gewässer muss ausgehoben und vollkommen neu abgedichtet werden….

Das das Poller Maigeloog seit Jahren auch ins das Programmm zur Wiederansiedlung des Maifisches in den Rhein eingebunden ist und somit auch im weitesten Sinne im Fischschutz tätig ist, wurde der Reihmeister des Maigeloogs, Hans Burgwinkel, am Donnerstag nachmittag um Hilfe gebeten. Alle bürokratischen und offiziellen Wege zur Rettung der Fische schienen erfolglos geblieben zu sein. Da Hans Burgwinkel in Köln gut „vernetzt“ (positiv verklüngelt) ist, gelang es, die Feuerwehr und die Stadtentwässerungsbetriebe Köln, Steb, nochmals zu motivieren, in Langel zu helfen.
Ab 12:00 Uhr floss am Freitag Frischwasser in den Teich… So konnten Reiner Gube, Vorsitzender des Rheinischen Fischereiverbandes und Dr. Andreas Scharbert, Projektmanager des Maifischprojektes der Kölner Feuerwehr und den Steb Köln von Kripp aus danken, wo gerade junde Maifische in den Rhein gesetzt wurden.

Ärgerlich ist, dass seit Jahren die Situation bekannt ist und angeblich sogar Gelder für eine neue Pumpe zur Verfügung stehen, dies aber aus bürokratischen Gründen nicht abgerufen werden kann.
Auch in der Vergangenheit hatten Feuerwehr und THW kostenlos geholfen – aber es kann nicht sein, so Hans Burgwinkel, dass diese kostenlose Hilfe mehrfach in Anspruch genommen werden muss, obwohl eine dauerhafte Lösung seit Jahren möglich scheint.
Er hofft, dass jetzt durch öffentlichen Druck die Gelder freigegeben werden können und die Pumpanlage genehmigt werden kann…. „Feuerwehr und Steb haben besseres zu tun, als bürokratische Probleme weg zu spülen…“

  1 Kommentar zu “Fischsterben in Langel

  1. Elfriede Thoma
    11. Juni 2017 um 19:01

    Elfriede Thoma für IG Wasser, Umwelt und Jugend Köln-Porz-Langel e.V.

    Besorgte Besucher und Langeler Bewohner wandten sich am frühen Morgen des 2.6.2017 an unsere Geschäftsstelle und führten Klage darüber, in welch desaströsem Zustand sich die Angelteiche befinden, und dass bereits das Fischsterben begonnen habe. Was folgte, waren Kontaktaufnahmen zur Bezirksregierung, dem Rheinischen Fischereiverband, der FFW Löschzug Langel, dem THW Porz, der Berufsfeuerwehr Köln und Herrn Burgwinkel vom „Poller Maigelooch“.

    Zwischenzeitlich wurde von Seiten der IG Langel ein Schreiben an Frau Regierungspräsidentin Walsken und weitere Zuständige mit der Bitte um Unterstützung und Abhilfe gesandt.

    Weiteres kann auf unserer Homepage unter http://ig-umwelt-langel.de/ nachgelesen werden.

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