In der Sitzung des Verkehrsausschusses am morgigen Dienstag, 15. Februar 2011, wird die CDU-Fraktion gegen eine Vorlage des Oberbürgermeisters stimmen, die vorsieht, die Parkgebühren in den Veedeln um 50 Prozent anzuheben. mehr
In der Sitzung des Verkehrsausschusses am morgigen Dienstag, 15. Februar 2011, wird die CDU-Fraktion gegen eine Vorlage des Oberbürgermeisters stimmen, die vorsieht, die Parkgebühren in den Veedeln um 50 Prozent anzuheben. mehr
Die CDU-Ratsfraktion hat darauf hingewirkt, dass künftig auch Schülerinnen und Schüler, die eine Schule außerhalb Kölns besuchen, in den Genuss eines SchülerTickets kommen können. Die Verbandsversammlung des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg, deren Vorsitzender CDU-Ratsherr Karsten Möring ist, hat am heutigen Freitag, 4. Februar 2011, das neue Modell beschlossen. Anders als Kölner Schülerinnen und Schüler, die in Köln zur Schule gehen, konnten Kölner Kinder, deren Schule im Umland liegt, bislang kein SchülerTicket beziehen, sondern mussten das mehr als doppelt so teure SchülerjahresTicket kaufen. Karsten Möring nennt ein Beispiel: „Ein Schüler, der in Widdersdorf wohnt und in Holweide zur Schule geht, also einmal quer durch Köln fährt, zahlt monatlich 25,30 Euro für das SchülerTicket. Dagegen kostet das SchülerjahresTicket, das ein Widdersdorfer Schüler, der im angrenzenden Pulheim zur Schule geht, kaufen muss, monatlich mehr als 60 Euro.“ Möring resümiert: „Mit der Einführung eines neuen SchülerTickets für Schüler, die in Umlandschulen pendeln, gibt es nun endlich ein vernünftiges Angebot. Schließlich darf es nicht von den Fahrtkosten abhängen, welche Schule Eltern für ihr Kind wählen.“
“Gute Nachrichten also auch für alle umliegenden Gemeinden” findet nicht nur die CDU-Porz.
Oberbürgermeister Jürgen Roters hat heute die Grundlagen und Eckpunkte des neuen Haushaltsplan-Entwurfs für die Jahre 2010/2011 der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Entwurf wird am 13. Juli 2010 in den Rat eingebracht. Zur Vorbereitung hierzu hat sich der Stadtvorstand auf gemeinsame Positionen und Schritte zur längerfristigen Haushaltskonsolidierung sowie erste Vorschläge zum Doppelhaushalt 2010/11 verständigt:
Der Verwaltungsvorstand schlägt einen mittelfristigen Konsolidierungszeitraum von 10 Jahren vor. Bei konsequenter Haushaltsdisziplin wird innerhalb dieser Zeit eine ausgeglichene Haushaltspolitik, dass heißt ein vollständiger Ausgleich von Einnahmen und Ausgaben erreicht werden.
Der OB erklärte: Um die Voraussetzung für die Haushaltsaufstellung des Doppelhaushaltes 2010/11 und die Mittelfristplanung zu schaffen, ist ein dreistufiges Verfahren gewählt worden:
1) Pauschale Kürzungen in Höhe zwischen 7,5 und 12,5 Prozent.
2) Konsolidierungsentscheidungen des Stadtvorstandes auf der Basis der Empfehlungen der “verwaltungsinternen Task-Force”, die Einsparungen im Haushalt 2010 von 31,5 Millionen Euro und 2011 von 64,6 Millionen Euro ergeben haben. Dabei mussten wir zum einen danach schauen, was überhaupt realistisch sparbar ist. Gleichzeitig haben alle Spitzenbeamte im Stadtvorstand darauf geachtet, über alle Ressortgrenzen hinweg die soziale Balance zu halten.
3) Mit weiteren Konsolidierungsmaßnahmen müssen 2010/11 und in den kommenden Jahren Einsparungen von 150 bis zu 200 Millionen Euro jährlich erzielt werden. Dazu hat der Stadtvorstand den Kämmerer beauftragt, im Rahmen eines Veränderungsnachweises nach der Sommerpause konkrete Vorschläge vorzulegen. Daran wird sich die politische Diskussion des Haushalts anschließen.
Zur Begründung führte der Oberbürgermeister aus:
Die dramatische Haushaltssituation und die in der Nachkriegsgeschichte unvergleichliche Deckungslücke von 463,8 Millionen Euro machen es unmöglich, den Haushaltsausgleich im kommenden Doppelhaushalt oder in einem auf vier Jahre angelegten Haushaltssicherungsverfahren zu bewältigen. Andererseits wollen und müssen wir unsere politische Handlungsfähigkeit behalten. Und drittens gilt es, unsere sozialen und gesellschaftlichen Strukturen in der Stadt soweit wie möglich zu erhalten.
Köln braucht eine allgemein- und vor allem eine finanzpolitische Neuorientierung. Das bedeutet Konzentration auf die finanzierbaren Kernaufgaben der Stadtpolitik, Zurückstellung des Wünschbaren, Beschränkung auf das Notwendige und Wichtige, Verständigung auf einen neuen Finanzrealismus, Absenkung der Ausgaben auf ein realistisches Niveau; die bisherige Situation, dass der Haushaltsausgleich nur bei optimalen Gewerbesteuereinnahmen erreicht wurde, ist nicht mehr vertretbar. Justierung der Haushaltsplanung auf ein langjährig mittleres Niveau.
Mit dem Haushalt 2010/11 und der begleitenden Finanzplanung stellen wir heute die Weichen für die Zukunft unserer Stadt. Dazu bedarf es mutiger und ehrlicher Entscheidungen. Wir wollen die schwierigen und oft schmerzhaften Schritte zur Haushaltssanierung jetzt gehen. Wir können es nicht verantworten, unsere heutigen Probleme auf die nachfolgende Generation zu verschieben und sie damit vor nicht mehr lösbare Aufgaben zu stellen. Wir wollen unseren kommunalen Gestaltungsspielraum erhalten. Mit unserem städtischen Selbstverständnis ist es nicht in Übereinstimmung zu bringen, über viele Jahre dem Diktat der Kommunalaufsicht zu unterliegen
und bei finanzpolitischen Entscheidungen auch im Detail auf die Zustimmung der Bezirksregierung angewiesen zu sein.
Bei allen Konsolidierungsanstrengungen wollen wir die Lebendigkeit und kulturelle Vielfalt dieser Stadt erhalten, den sozialen Ausgleich anstreben und die Zukunftsfähigkeit Kölns ausbauen. Dies ist ohne eine faire, gerechte sowie eine sozial ausgeglichene Verteilung der Konsolidierungslasten nicht möglich. Kein städtisches Aufgabengebiet wird von den Sparanstrengungen ausgenommen. Ich werde in diesen Prozess auch die gesellschaftlich relevanten Gruppen einbinden.
Die dramatische Finanzsituation ist nur zum kleinsten Teil hausgemacht. Ursache für das Haushaltsdefizit sind vor allem externe Einflüsse: Die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise schlagen sich jetzt mit erheblichen Einnahmeverlusten, insbesondere bei der Gewerbesteuer nieder. Die Sozialausgaben, vor allem bei den Unterbringungskosten für SGB II-Empfänger sind kontinuierlich angestiegen; der Bund hat sich immer mehr aus seiner Mitfinanzierungsverpflichtung herausgezogen. Die kommunalen Haushalte sind generell unterfinanziert; immer mehr Aufgaben werden den Städten von Seiten des Bundes und des Landes übertragen, ohne dass die finanziellen Folgelasten mitfinanziert werden. Der kommunale Finanzausgleich benachteiligt die Großstädte mit ihren besonderen sozialen und strukturellen Problemstellungen. In großem Umfang tragen deshalb Bund und Land die Verantwortung für die Haushaltsmisere in den Städten.
Die Haushaltskrise ist ohne Unterstützung und finanzielle Entlastung durch Bund und Land nicht zu bewältigen. Das bedeutet: Deutliche Entlastung bei den kommunalen Sozialausgaben, eine breitere Bemessungsgrundlage bei der Gewerbesteuer, Aussetzen des kommunalen Solidaritätsbeitrages für die neuen Bundesländer für mindestens drei Jahre (dies erspart Köln jährlich einen Einheitslastenbeitrag von 72 Millionen Euro), strikte Einhaltung des Konnexitätsprinzips “wer bestellt, bezahlt”.
Das Konzept der “freiwilligen Haushaltskonsolidierung” für die nächsten 10 Jahre ist ehrgeizig und “auf Kante genäht”. Nur das enge Korsett des fünfprozentigen Rückgriffs auf die allgemeine Rücklage, das “Eigenkapital” unserer Stadt, erlaubt es, unsere kommunale Handlungsfähigkeit zu erhalten und nicht ins Nothaushaltsrecht abzugleiten. Ziel muss sein: Ein strukturell ausgeglichener Haushalt in Einnahmen und Ausgaben ohne Rückgriff auf unser Kapital in normalen Zeiten. Dabei werden wir auch die Bürgerinnen und Bürger mit einem neuen Bürgerhaushalt beteiligen.
(Auf der Basis einer Pressemitteilung der Stadt Köln)
Der Stadt Köln fehlt das Geld. Das liegt einerseits an der Ausgabenpolitik der letzten 60 Jahre, andererseits aber auch an den Pflichtaufgaben der Kommunen. Walter-Borjans, Kölner Stadtkämmerer hat nun zum Thema “öffentliche Beteiligungen” einige bemerkenswerte Aussagen zu den Beteiligungen der Stadt gemacht und dabei auch Zahlen genannt.
Ursache für die Schieflage der öffentlichen Haushalte sei nicht das Beteiligungsportfolio der Städte und Gemeinden, sondern die Übertragung von Pflichten durch Bund und Länder ohne eine entsprechende Mittelbereitstellung. Und der Verkauf des Tafelsilbers sei keine Lösung zum Abbau städtischer Schulden.
Die Stadt ist an privaten Unternehmen beteiligt, die sich in vielen kommunalen Handlungsfeldern engagieren. Dazu zählen die Bereiche Ver- und Entsorgung, Verkehr, Wohnungsbau, Kultur, Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung.
Jährlich zahlt die Stadt rund 110 Millionen Euro an Zinsen und tilgt knapp 90 Millionen Euro. Der Stadtwerkekonzern leiste, so der Kämmerer, im Vergleich hierzu jährlich bereits mehr als 200 Millionen Euro für das Bus- und Bahnangebot, die Schwimmbäder und andere städtische Aufgaben. Zudem zahle er über 72 Millionen Euro Konzessionsabgaben an die Stadt, die aber unabhängig von der städtischen Eigentümerschaft fällig werden.
Der letzte Beteiligungsbericht der Stadt Köln wurde für das Haushaltsjahr 2007 erstellt. Er hat eine Dicke von 1025 Seiten und ist mit allen detaillierten Daten und Zahlen hier einzusehen.
Kennen Sie die Telefonnummer 115? Die 115 bietet einen direkten telefonischen Draht in die öffentliche Verwaltung. Dabei spielt es keine Rolle, welche Behörde oder welches Amt für das Anliegen zuständig ist.
Seit dem Start dieses bundesweiten Projektes ist unsere Region dabei: Köln, Bonn, Leverkusen, Rheinisch-Bergischer Kreis, Bergisch Gladbach, Rhein-Erft-Kreis, Hürth, Frechen und der Landschaftsverband Rheinland.
Grundlage des Dienstes ist eine zentrale, sich ständig erweiternde Wissensdatenbank, in der Informationen zu den am häufigsten nachgefragten Dienstleistungen der beteiligten Verwaltungen hinterlegt sind. Mehr als 80 Prozent der Anrufe können unmittelbar und ohne weitere Nachfragen beantwortet werden. Neben Fragen zu Ausweis- und Passangelegenheiten, Führerschein, Wohngeld und Standesamt wünschen die Anruferinnen und Anrufer bisher zumeist Informationen zu Landes- und Bundesleistungen wie Steuern, Rentenangelegenheiten oder Elterngeld.
Das bisherige lokale Serviceangebot für Köln unter der bekannten Rufnummer 0221 / 221-0 wird auch weiterhin im Rahmen der bestehenden Tarife ohne Zusatzkosten angeboten.
Eine nicht gegründete “Fahrwegegesellschaft” sollte eigentlich das Überwachungsmanagement garantieren:
Die „Personalanforderung des Amtes (für Brücken und Stadtbahnbau) zur sicheren Überwachung“ sei „mehrfach Gegenstand von Unterredungen im Verwaltungsvorstand unter Federführung des Oberbürgermeisters Schramma, und zwar sowohl auf Dezernenten-Ebene als auch bei Verhandlungen mit der KVB“ gewesen, stellte Kölns Ex-Baudezernent Bela Dören jetzt in einer Stellungnahme heraus. mehr