Das Amt für Stadtentwicklung und Statistik versorgt uns mit Daten über Köln. Sie sind auf dem Stand vom 31.12.2010. Köln gliedert sich in neun Stadtbezirke, von denen drei rechtsrheinisch liegen: Mülheim, Kalk und Porz. Zum Bezirk Innenstadt gehört auch Deutz. Köln hat 1,027 Mio. Einwohner, davon 1,007 mit Hauptwohnsitz. Von allen Einwohnern leben knapp 376.000 rechtsrheinisch.
Der Stadtbezirk Porz ist mit 78,8 km² flächenmäßig der größte Bezirk von Köln. Eil und Grengel tragen mit ihren Waldfächen besonders zu dieser Ausdehnung bei.
Der Stadtbezirk Porz hat 107.469 Einwohner. 17 Prozent davon, rund 18.000 Personen, sind unter 18 Jahre alt. Der Porzer ist durchschnittlich 42,8 Jahre alt. Das liegt über der Zahl für Gesamt- Köln (41,7 Jahre). Deutsche Einwohner sind mit 43,6 Jahren im Schnitt deutlich älter als ausländische Einwohner mit 38,0 Jahren. Die jüngsten Stadtteile sind Libur (37,2 Jahre) und Gremberghoven (39,2 Jahre). Die ältesten hingegen Elsdorf (46,2 Jahre) und Westhoven (44,7 Jahre).
Trotz vieler Neubaugebiete ist die Bevölkerungszahl in Porz leicht rückläufig. Die meisten Einwohner leben im Zentrum, in Zündorf, in Urbach und in Poll (jeweils über 10.000). Am dichtesten besiedelt ist hingegen Finkenberg, gefolgt von Porz-Zentrum, Urbach und Ensen. In Finkenberg wohnen knapp 6.500 Personen auf 640.000 qm – eine Dichte beinahe wie in der Altstadt Süd.
Für das Jahr 2025 wird eine Einwohnerzahl von 107.000 Personen prognostiziert. Rückgänge sind für Ensen, Grengel, Eil, Urbach, Wahnheide und Finkenberg zu erwarten. Zuwächse für Westhoven, Zentrum, Wahn, Zündorf und Langel.
Insgesamt gab es im Jahr 2008 knapp 50.500 Haushalte im Stadtbezirk Porz, darunter 20.000 Einpersonenhaushalte. Das sind 39,6 Prozent. Der Kölner Durchschnitt beträgt hingegen 50,3 Prozent. Einen Wert über 50 Prozent erreicht kein Porzer Stadtteil. In Finkenberg und Libur gibt es weniger als 30 Prozent Einpersonenhaushalte.
Die Porzer sind kulturell vielfältig.
Jeder dritte Einwohner unseres Bezirks hat einen Migrationshintergrund, der Kölner Durchschnitt liegt bei 31,6 Prozent. In der Gruppe der unter 18-Jährigen ist es jeder Zweite. In Finkenberg haben 75 Prozent, in Gremberghoven 56 Prozent der Einwohner einen Migrationshintergrund. In Langel sind dies 12 Prozent, in Libur 16,4 Prozent.
Knapp 9.700 Einwohner sind Aussiedler. Rund 6.000 Einwohner haben einen türkischen Migrations-Hintergrund. Die Porzer Migranten sind integriert: 57 Prozent von ihnen sind Deutsche.
Zudem hat Porz unter den Migranten viele Einwohner mit ausländischem Pass: 4.433 Türken, 1.782 Asiaten, 1.480 Italiener, 922 Griechen, 700 Polen, 655 Afrikaner, 99 Portugiesen, …
11.100 Porzer Haushalte (22 Prozent) haben Kinder. Der Kölner Durchschnitt liegt bei 18,3 Prozent. In Libur leben in mehr als 30 Prozent aller Haushalte Kinder. In Gremberghoven, Finkenberg, Elsdorf, Wahn und Langel sind Kinder in jedem vierten Haushalt (25 bis 30 Prozent). In Westhoven, Wahnheide und Lind liegt dieser Anteil unter 20 Prozent.
Die Kinderzahl je Familie ist in Libur und Gremberghoven am höchsten (Geburtenziffer 2,5 und 2,1), gefolgt von Porz-Zentrum und Lind. In Langel liegt diese Fertilitätsrate (Zahl der zwischen dem 15. und 49. Lebensjahr von Frauen geborenen Kinder) bei 0,8. Im Durchschnitt ist eine Mutter in Langel bei der Geburt des ersten Kindes 35 Jahre alt, in Libur 34,5 Jahre. In Gremberghoven liegt dieser Wert mit 25,9 Jahre deutlich niedriger, Finkenberg und der Grengel haben 26,7 Jahre als Durchschnitt. Knapp 2.400 Frauen in Porz sind alleinerziehend.
40 Prozent aller Einwohner des Stadtbezirks Porz sind katholisch, 15 Prozent evangelisch. In Libur erreicht der Anteil der Katholiken 54,4 Prozent. In Urbach sind 20,2 Prozent aller Einwohner evangelisch.
8.200 Personen in unserem Stadtbezirk haben sich scheiden lassen, dies sind 7,7 Prozent der Einwohner. In Wahnheide wurden 10,5 Prozent aller Einwohner geschieden. In Libur hingegen nur 5,2 Prozent.
Teil 2 der kleinen Porz-Statistik finden Sie übrigens hier.