Historisches

Historisches zu Porz

Entwicklungskonzept Porz – nur heiße Luft? (Teil 1)

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3. August 2011

Es ist Urlaubszeit und die Ereignislage in Porz nicht die lebhafteste… Ein guter Zeitpunkt also sich auf porzerleben einmal in Ruhe gründlicher mit der Zukunft der Porzer Innenstadt zu beschäftigen.

Hierzu startet heute eine Serie, die fortgeschrieben werden soll. Beteiligungen und Kommentare sind jederzeit erwünscht.

Los gehen soll es mit einem Befund aus dem Jahr 1923. Seinerzeit befasste sich der Architekt und Städteplaner Fritz Schumacher mit der Entwicklung von Köln und dem Umland. Seine Ansichten führten zur Denkschrift “Köln. Entwicklungsfragen einer Großstadt“.

Frank Schwalm hat Schumachers Position für das “Nebenzentrum Porz” 1998 in einem längeren Aufsatz wiedergegeben, der sich mit den Kölner Eingemeindungsplänen für den Raum Porz befasst. Es folgen kurze Auszüge aus diesem Aufsatz:

Schumacher hatte die Auffassung, dass das rechtsrheinische Gebiet sich “den Grenzen seiner extensiven Entwicklungsfähigkeit” nähere. Die Lage von Porz unmittelbar am Rhein wurde als “hervorragender industrieller Standort” für die expansive Kölner Wirtschaft angesehen. Schumacher befürchtete jedoch, daß der Ort Porz “ganz von der Industrie aufgefressen” werde. Dort war durch die Industrialisierung die Stadtentwicklung bereits zu einer “unwandelbaren Form” erstarrt. Die Wohnbebauung wuchs in die Industriegebiete hinein. “Nur noch mit großer Energie” könne man die Bewohnbarkeit der anliegenden Ortschaften retten. Schumacher schlug deshalb vor, neue Industrie nördlich der bereits vorhandenen anzusiedeln. So könne das Industriegebiet in den Kölner Raum hinüberwachsen.

Die Nähe der Bahnlinie zum Rhein sah Schumacher als einen Nachteil für die Stadtentwicklung von Porz an. Sie erschwere “eine rationelle Ausgestaltung des Gebietes und eine Ordnung des jetzigen chaotischen Zustandes außerordentlich”. mehr

Poller Maispill

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27. April 2011
Poller Maispill

Von Ende April bis Anfang Juni  finden in Köln-Poll traditionsgemäß ausgedehnte Maifeierlichkeiten statt. Dazu gehören Maifischfang, Maibaumschlagen, Maiumzug, Maispiel und das große Maifest auf dem Marktplatz. Am Ende stehen die Baumniederlegung und die Maibaumübergabe an den Baum­ersteigerer. Maßgeblich für die Organisation ist der Poller Maiverein “Maigeloog”.

Bereits am letzten Samstag ist das Maigeloog zünftig in den Wald gefahren, um einen Maibaum für den Marktplatz zu schlagen.  Kleinere Birken für angebetete Poller Jungfrauen/ Mädchen wurden ebenfalls aus der Wahner Heide beschafft. Das Maifischen im Rhein kann seit einigen Jahren aus personellen und finanziellen Gründen vom Maigeloog nicht mehr durchgeführt werden. Aber  es besteht immer noch Hoffnung, dies in anderer Form in Zusammenarbeit mit der Stiftung Wasserlauf wieder aufleben zu lassen. mehr

100 Jahre Porzer Rathaus – eine Ausstellung

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16. Juli 2010
100 Jahre Porzer Rathaus – eine Ausstellung

Zum Jubiläum des Porzer Rathauses hat die Bezirksvertretung eine Ausstellung organisiert, die seit einigen Tagen auf dessen Galerie zu besichtigen ist. Da Unterlagen und Exponate seitens der Stadt durch die missliche Situation des Stadtarchivs nicht zur Verfügung standen, haben sehr viele Bürgerinnen und Bürger Ausstellungsstücke zur Verfügung gestellt. „Ich bedanke mich recht herzlich bei den Leihgebern“, erklärt Bezirksbürgermeister Willi Stadoll.

Wie zu vermuten war, ist auf diese Weise und noch dazu relativ kurzfristig eher ein Sammelsurium zusammengekommen als eine Ausstellung über die Geschichte von Porz und dem Rathaus.

Viele alte Ansichten sind offenbar nur noch über Postkarten zu erschließen, die für die Ausstellung auf Posterformat hochgezogen wurden. Leider gibt es dazu oft keine Datierungen und Erläuterungen. Wenige Gemälde und Zeichnungen des Rheinufers sind zu sehen, auch einige Kuriosa wie eine Einkaufstasche, die im Jubiläumsjahr 1990 mit einem Bild vom Rathaus geschmückt wurde. Wenn man einmal von einer Art bebilderter Stadtchronik absieht, die zwischen die Bilder und Fotografien gesetzt wurde, ist überhaupt wenig Textmaterial genutzt worden. Quellenangaben fehlen und auch ein “roter Faden”. Die Besucher erfahren, dass es in Langel einmal ein schönes Strandbad gab, in Zündorf einen malerischen Biergarten, dass die Bläck Föss ihren Ursprung in einer Porzer Band, den “Beat Stones”, hatten und dass das Scala-Filmtheater 1983 endgültig seine Pforten schloß. Das sind zwar interessante Elemente, die jedoch bruchstückhaft bleiben. Bleibt zu hoffen, dass die Geschichte von Porz und seinem Rathaus zu einem späteren Zeitpunkt einmal vollständiger gezeigt wird, sobald die nötigen Archivalien wieder zugänglich sind. Dann sollte man ein solches Projekt aber auch mit etwas mehr Sorgfalt und Aufwand umsetzen. mehr

Stadtteilführung durch Gremberghoven am 20. Juni

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31. Mai 2010

Eisenbahnersiedlung und moderner Kirchenbau.

Thomas van Nies führt am Sonntag, den 20. Juni, durch den Stadtteil Gremberghoven. Im Jahr 1920 war die noch junge Ansiedlung um den Rangierbahnhof Gremberg zur Hälfte erbaut. Im Auftrag der Reichsbahn wurde zwischen 1919 und 1922 eine Siedlung mit großen Gärten angelegt. Auf dieser Führung wird ein verborgenes Stück Köln vorgestellt. Treffpunkt ist um 15.30 Uhr S-Bahn-Haltestelle Porz Steinstraße, Bahnsteig oben/Ausgang. Die Teilnahme kostet 7 Euro.

Veranstalter ist AntoniterCityTours, Telefon 0221-92584614.

Bahnhof Porz: Was dem Einen sein Uhl…

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19. April 2010
Bahnhof Porz: Was dem Einen sein Uhl…

…ist dem Anderen sein Nachtigall.

Der DB-Haltepunkt Porz ist seit einigen Monaten weitgehend fertiggstellt. Das ist bekannt. Früher hatte Porz mal einen richtigen Bahnhof mit Gebäude und Bahnsteig. Das ist auch bekannt. Und wir sind alle froh, dass der alte Schandfleck-Bahnsteig nicht mehr besteht. Da musste man sich ja vor seinen Geschäftskunden schämen, falls die dort ausgestiegen sind.

Weniger bekannt ist aber, dass sich unter den Brettern und Graffitis des alten Bahnsteigs ein Kleinod im Rang eines Industriedenkmals verbarg. Die gusseiserne Schutzdachkonstruktion des Mittelbahnsteigs stammte noch aus dem Eröffnungsjahr des Bahnhofs Porz, also 1874. Es war der definitiv letzte täglich genutzte preußische Gusseisen-Bahnsteig. Vor dem Abbruch hat die  Denkmalbehörde noch eine Dokumentation anfertigen lassen.

In Details des Bahnsteig-Dachs haben sich nun andere Rheinländer verliebt. Die Stützen der Bahnsteigüberdachung wurden von der DB den Eisenbahnfreunden Hahn-Hochdahl bei Düsseldorf überlassen. Wozu der Verein diese Stützen nutzen wird, bleibt abzuwarten.

Quellen Porzer Stadtgeschichte bleiben in Porz!

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26. März 2010
Quellen Porzer Stadtgeschichte bleiben in Porz!

Nach dem Einsturz des Stadtarchivs sind alle geretteten Archivgüter erst einmal in das Erstversorgungszentrum in Porz gebracht worden. In einer großflächigen Halle im Porzer Süden wurden die Archivalien einer ersten Sichtung, Säuberung und Sicherung unterzogen. Dies galt auch für die Bestände des Archivs der ehemaligen Stadt Porz und des Stadtbezirks, die bis vor wenigen Jahren im Bezirksrathaus untergebracht waren. Glücklicherweise haben  große Teile dieser Bestände bei dem Unglück kaum oder nur geringen Schaden genommen.

Die geretteten und ausgelagerten Archivgüter werden im Moment dezentral in ganz Deutschland aufgewahrt und bearbeitet. In Porz-Lind wird derzeit ein Restaurierungs- und Digitalisierungszentrum eingerichtet, dem auch ein analoger Lesesaal angeschlossen ist, der Wissenschaftlern und Interessierten offen steht. Bei historisch interessierten Porzer Bürgern war jetzt die Sorge aufgekommen, dass jedoch die Porzer Bestände im Saarland eingelagert werden.

Der Porzer Landtagsabgeordnete Jürgen Hollstein (CDU): “Als ich von dieser Sorge gehört habe, sind wir auf das Archiv zugegangen. Es wäre doch widersinnig, wenn die Archivbestände in Porz zugänglich wären, aber ausgerechnet die alten Porzer Materialien nicht vor Ort nutzbar wären.”

Aber dazu wird es nicht kommen, wie Hollstein von Dr. Bettina Schmidt-Czaia, Leiterin des Stadtarchivs, erfuhr.

Nach einer gründlichen Reinigung und der Neuordnung wird das Porzer Archivgut ab dem Spätsommer und bis zum Bezug des Neubaus am Eifelwall (voraussichtlich 2014) auch wieder in Porz einsehbar sein.

Leider reicht der Platz aber nicht für alle Bestände, die erst noch gesichtet werden müssen. “Wer einmal sein Bücherregal aufgeräumt hat, kann sich vorstellen, dass man dafür mehr Platz braucht als bei der normalen Unterbringung. Aber Dokumente der Porzer Stadtgeschichte und Identität wieder hier in Porz zu wissen, wird jeden Wissenschaftler und Hobbychronisten in Porz sicher glücklich machen“, freut sich Jürgen Hollstein.

Porz früher – alte Ansichten im Internet

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28. Februar 2010

Reisen Sie online in die Vergangenheit von Porz. Alte Ansichten bietet Ihnen zwar nicht porzerleben. Aber wir zeigen Ihnen gerne, wo Sie welche finden:

Foto Drathen hat alte Porzer Postkarten ins Netz gestellt. Bitte folgen Sie dem Link porzfoto.com/Koelner und Porzer Postkarten/. Und wenn Sie auf den Geschmack gekommen sind, zeigt Foto Drathen hier noch Fotographien aus dem Porz der 20er und 30er Jahre des letzten Jahrhunderts: http://porzfoto.com/Porzer Fotos/.

Und über diesen vorbereiteten Link zu bilderbuch-koeln.de kommen Sie direkt zu einer weiteren großen Auswahl an alten Porz-Bildern. Der Link funktioniert manchmal nicht. Dann versuchen sie bitte alternativ diesen Link.

Kennen Sie weitere Seiten mit alten Ansichten von Porz? Dann ergänzen Sie diese bitte durch Ihren Kommentar.

Historisches zu Porz im Internet

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17. Februar 2010

Porzerleben schaut über den eigenen Tellerrand. Begleiten Sie uns auf einer historischen Tour zu Porz im Internet.

Wir beginnen mit http://www.porz-am-rhein.de und erfahren von frühesten menschlichen Spuren in Heumar, Grabhügeln im Königsforst, der fränkischen Besiedelung, den Grafen von Berg und dem Hauptgericht in Porz (1286).

Der Sprung in die Industrialisierung beginnt in Porz um 1850 durch die Ansiedlung der Seilerei Felten & Guilleaume.  Eisenbahnstrecken und Bahnhöfe entstehen. 1929 gründet sich die Großgemeinde Porz aus 15 Gemeinden. 1951 erfolgt die Ernennung zur Stadt, die mit der Eingemeindung nach Köln am 1.1.1975 endet. Der bisherige Kölner Stadtteil Poll wird nun dem Stadtbezirk Porz zugeordnet, Heumar hingegen ausgegliedert und mit Rath verbunden. 2007 bildet Finkenberg den 16. Porzer Stadtteil und ist zugleich der 86. Stadtteil Kölns.

Schauen wir weiter zum Ortsring Eil. Eckehard Backhausen hat viele Fakten über Eil zusammengetragen. Detailreich wird es ab ca. 1850. Alle Fotografien sind in den letzten Jahren entstanden. Eil (Eiland) liegt früher auf einer Rheininsel, die heutige Frankfurter Straße bildet einen Seitenarm des Rheines. Die älteste schriftlich überlieferte  Erwähnung von Eil stammt aus dem Jahr 1268.
Indutrieansiedlungen gibt es seit 1965 (KHD-Werk an der Humboldstr.). Das Autokino stammt von 1967. Der große Supermarkt, heute Real, wird 1968 als Plaza eröffnet. Ab 1970 trennt die heutige A59 Eil von Gut Leidenhausen, das seit 1961 im Besitz der Stadt Köln ist.

Für den Grengel finden sich historische Bilder auf http://www.porzgrengel.de. Grengel nannte man früher die Schlagbäume. Zu einer Zeit, als Feudalherren den Königsforst als umzäuntes Jagsrevier pflegten, führten drei Wege mit Schlagbäumen bei Urbach, Elsdorf und Wahn in den Königsforst. 1932 gab es den Plan des Kölner Architekten Ludwig Pfaffendorf (1872-1949), Grengel als Gartenstadt zu errichten. Doch erst in den 1950er Jahren nahm die Ortschaft ihre Gestalt an.

Die Geschichte von Ensen-Westhoven findet sich bei der gleichnamigen Bürgervereinigung. Im 12. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt, betrieb man in Ensen Fischfang und Marktschiffahrt nach Köln. Der Name Ensen geht wohl aufs keltische “fließendes Wasser” zurück. Das Alexianer-Krankenhaus wurde bereits 1908 fertiggestellt.

Luftwaffenkaserne Wahnheide

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11. Februar 2010
Luftwaffenkaserne Wahnheide

Mit dem Tag der offenen Tür am 12. August 2007 erinnerte die Bundeswehr an die Übernahme des Fliegerhorstes Wahn vor 50 Jahren.

Am 18. Juli 1957 wurde der militärische Teil des Flughafens von der Royal Air Force an die Luftwaffe übergeben. Von hier aus wurde der Aufbau der Luftwaffe vorangetrieben.

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Historisches

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5. Februar 2010

Wie lebte es sich früher so in Porz? Wer besitzt Fotos, die das alte Porz lebendig werden lassen? Wer erinnert sich an Bräuche und Ereignisse, die nicht in Vergessenheit geraten sollen? Tragen Sie etwas bei – Sie müssen sich nur kurz anmelden!