Kultur

Nächster KölnTag am 6. Mai

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4. Mai 2010

Viel Programm und freier Eintritt für Kölnerinnen und Kölner.

Die städtischen Museen laden am 6. Mai 2010 wieder zu einem Besuch mit verlängerter Öffnungszeit bis 22 Uhr ein. Alle Kunstinteressierten mit Wohnsitz in Köln erhalten kostenlosen Eintritt zu den Ständigen Sammlungen. Für den Besuch der Sonderausstellungen gilt der reguläre Eintrittspreis. Mit Führungen und Veranstaltungen für alle Altersgruppen wollen die Museen “vor der Haustür” insbesondere Neulinge ansprechen und sich bekannt machen.

Kölnisches Stadtmuseum

Im Kölnischen Stadtmuseum beginnt das Programm um 16 Uhr mit einer Kuratorenkurzführung von Dr. Bettina Mosler zum Thema “Das Stadtbild in Druckgraphik und Gemälden”. Bei einer Familienführung des Museumsdienstes um 16:30 Uhr geht es um den “Alltag im späten Mittelalter – Wie lebten die Schmitz’ vor 500 Jahren”. Dr. Helmuth Meyer vom Arbeitskreis des Museums führt um 18 Uhr durch die Ständige Sammlung des Hauses.

Das Stadtmuseum nimmt den KölnTag außerdem zum Anlass, verstärkt auf junge Leute zuzugehen. Unter dem Motto “Geschichte im Gespräch” bieten Studentinnen und Studenten des hausinternen Besucherservices an den KölnTagen jeweils um 19:30 Uhr kostenlose Führungen an, dieses Mal zum Thema “Trottoir, Lamäng und Fisimatenten” – Das französische Köln (1794 bis 1815). Für das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher sorgt eine extra eingerichtete Bar in der Alten Wache.

Römisch-Germanisches Museum

Im Römisch-Germanischen Museum lädt der Museumsdienst um Familien zu einer Führung zum Thema “Faszination Erdgeschichte: Urweltliche Pflanzen und Tiere” ein.16:30 Uhr

Museum für Angewandte Kunst

Imke Sauer vom Arbeitskreis des Museums für Angewandte Kunst hat ihren Rundgang um 18 Uhr unter den Titel “Erlesene Kästchen und Schatullen” gestellt. Wer Design-Objekte mag und dazu hin und wieder eine Frage hat oder sich zum Beispiel über die 1950er Jahre austauschen will, bekommt am 6. Mai dazu Gelegenheit! Denn von 18 bis 20 Uhr heißt es “Kunst + Design im Dialog”. Kunstgeschichtsstudentinnen und -studenten stehen in der Design-Abteilung als Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner zur Verfügung. Man erkennt sie sie am schwarzen T-Shirt mit der Aufschrift “InfoMAK” und dem Museumslogo. Ansprechen erwünscht! Bei “Kunst + Design im Dialog” arbeitet der Museumsdienst mit dem Kunstwissenschaftlichen Institut der Ruhr-Universität Bochum zusammen.

Wallraf-Richartz-Museum und Fondation CorboudIm Wallraf-Richartz-Museum lädt der Museumsdienst um 15 Uhr zum Seniorinnen- uns Seniorentreff in der Sonderausstellung “Liebermann – Corinth – Slevogt. Die Landschaften” ein. Ein weiterer Rundgang durch die am 29. April eröffnete Schau schließt sich um 19 Uhr an. Die Führungen sind kostenlos, für die Sonderausstellung ist auch am KölnTag Eintritt zu zahlen. Für Kinder von fünf bis sieben heißt es um 17:30 Uhr in einer Vorlesestunde “Erklär uns die Kunst oder mit Paul van Pinsel die Kunst entdecken”. Hier kooperiert der Museumsdienst mit den LeseWelten.

Museum für Ostasiatische Kunst

In der Sonderausstellung “Bhutan – Heilige Kunst aus dem Himalaya” des Museums für Ostasiatische Kunst können sich Interessierte um 18:30 Uhr einer Führung anschließen. Auch hier ist diese kostenlos, der Eintritt für die die Sonderausstellung muss hingegen bezahlt werden.

Museum Ludwig

Unter dem Motto “Happy Hours” bietet das Museum Ludwig an jedem ersten Donnerstag im Monat auch den Besucherinnen und Besuchern, die nicht in Köln wohnen, etwas Besonderes. Ab 17 Uhr zahlen diese nur 50 Prozent vom Eintrittspreis für die Ständige Sammlung und alle Sonderausstellungen. Ein musikalischer Theaterabend von 19 bis 21 Uhr steht unter dem Titel “Meine liebe Galka”. Die Handlung spielt in einem Appartement in Hollywood. Hier lebt die Agentin Galka Scheyer, eine gute Freundin und Muse des russischen Expressionisten Alexej von Jawlensky. Die Schauspielerin Nicola Thomas liest in den Briefen des Malers, und sein Leben zieht in Bruchstücken vorüber. Boleslav Martfeld am Klavier versetzt die Besucherinnen und Besucher mit Live-Musik von Tschaikowski, Debussy, Mussorgski, Bach, Skrjabin, Dunajewski und Cage an die verschiedenen Stationen von Jawlenskys Wirken. Nach dem Stück lädt die Kunsthistorikerin Sophia Herber von 20 bis 21 Uhr zum Gespräch über Werke von Jawlensky, Feininger und Klee. Der Besuch des musikalischen Theaterabends kostet sechs Euro.

NS-Dokumentationszentrum

Im NS-Dokumentationszentrum beginnt um 19 Uhr eine Vortragsreihe zum Thema “Rassismus in deutschen Fußballstadien und Gegenaktivitäten der Fanszenen”. Wenige Wochen vor der Weltmeisterschaft in Südafrika geben die Referenten Pierre Pullmann, Joachim Klein und Max Herzog einen Überblick über rassistische Tendenzen im Fußball und die verschiedenen antirassistischen Aktionsformen von engagierten Fangruppen. Eine genauere Betrachtung der Kölner Fanszene mit anschließender Diskussion rundet den Vortragsabend ab.

Wegen des Feiertags (Fronleichnam) fällt der KölnTag am Donnerstag, 3. Juni aus. Das vollständige Programm für den KölnTag ist im Internet abrufbar.

Museen Köln

Theater “Das Spielbrett” inszeniert “Der eingebildete Kranke”

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22. April 2010

Beim Theater “Das Spielbrett” in Poll steht derzeit Molière auf dem Spielplan. Der beliebte Komödienklassiker “Der eingebildete Kranke” wurde hier in einer Übersetzung von Johanna und Martin Walser neu inszeniert. Regie führt die Gründerin und Inhaberin des privaten Theaters, Gisela Olroth-Hackenbroch.

Köln-Poll, Käulchensweg 2

Die Vorstellungen am 23., 24., 25., 30. April, 1., 3., 17. Mai 2010 sind inzwischen bereits ausverkauft. Das Theater plant jedoch eine Wiederaufnahme des Stücks im September, wir werden Sie entsprechend informieren.

CDU Porz lud zur Orgelbesichtigung im Altenberger Dom

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20. April 2010
CDU Porz lud zur Orgelbesichtigung im Altenberger Dom

“Wo sehen Sie die größte Pfeife?” fragte Jürgen Wolf seine Zuhörer. Die blickten Richtung Orgel. “Nein, schauen Sie hier zum Spieltisch: die größte Pfeife ist immer der Organist,” eröffnete er gutgelaunt seinen Vortrag. Auf Einladung des CDU-Landtagsabgeordneten Jürgen Hollstein erklärte der Porzer Orgelliebhaber und Organist Jürgen Wolf die beeindruckende Klais-Orgel im Altenberger Dom.

Rund 50 interessierte Teilnehmer der Vorführung ließen sich Begriffe wie Schwellwerk und Rückpositiv erläutern. Trotz kühler Temperaturen im Dom hörten sie gebannt der Theorie und den praktischen Übungen zu.
Nach einer guten Stunden war jedem klar, dass ein guter Organist nicht nur “alle Register ziehen” kann, sondern die jeweilige Orgel mit ihren Möglichkeiten auch kennen muss. Sachverstand gepaart mit Kreativität und Einfühlungsvermögen, ob man nun beispielsweise die spanischen Trompeten oder die Oboen spielt, setzen sich dann zu einem Ohrenschmaus zusammen. Jürgen Wolf, dessen Herz auch für Jazz schlägt, gab eine kurze Kostprobe die zeigte, dass sich auch diese Musik auf einer großen Orgel gut spielen lässt. Der Abend endete mit einer halbstündigen Orgelmeditation bei Kerzenlicht im langsam dunkler werdenden Dom.

Jürgen Hollstein: ” Ich freue mich, dass so viele die Anfahrt bis nach Altenberg in Kauf genommen haben. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, auch einmal etwas weiter von Porz entfernt zu einer Veranstaltung einzuladen.” Die außergewöhnliche Veranstaltung steht in der Tradition der Kulturveranstaltungen, die der Porzer Landtagsabgeordnete seit fünf Jahren anbietet. Hierzu gehören Ausstellungen, Lesungen und nun eben auch erstmals eine musikalische Veranstaltung.

Die Puppe Mirabell

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19. April 2010

Klexs Theater führt im Bezirksrathaus Porz ein Stück von Astrid Lindgren auf.

Britta-Kajsa wünscht sich nichts sehnlicher als eine Puppe. Eines Tages bekommt sie von einem wunderlichen kleinen Mann ein winziges, leuchtend goldenes Samenkorn geschenkt. Sie steckt es in die Erde – und aus diesem kleinen Körnchen wächst eine Puppe! Mirabell heißt sie und ist ganz anders als alle anderen Puppen!

Die neueste Produktion des Klexs Theaters begeistert nicht nur Kinder, sondern ist für fast jedes Alter ein Genuss. Die Aufführungen im Bezirksrathaus Porz, Friedrich-Ebert-Ufer 64-70, mit Schauspiel, Tanz, Gesang und Live-Musik für alle Menschen ab drei Jahren am Donnerstag, 22. April 2010, beginnen um 10:30 Uhr und 15:30 Uhr.

Austellung von Gerda Kothe am Yachthafen

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18. April 2010

Im Club für Wassersport Porz, Restaurant “Am Yachthafen” stellt die aus Köln stammende Künstlerin Gerda Kothe demnächst Ihre Werke aus. Eine Vernissage eröffnet am 25.04. um 12 Uhr die Ausstellung  “Spiegelbilder 12″. In ihren Öl- und Acrylbildern geht es der Künstlerin hauptsächlich um die Malerei selbst. Einfluss auf ihre Bilder nehmen vor allen Dingen ihre zahlreichen Reisen in ferne Länder. Die dort gefundenen Motive setzt Kothe in abstrakte Bilder um. Es sind Eindrücke und Erinnerungen an Landschaften und Menschen, doch der malerische Prozess steht immer an erster Stelle.

Die Ausstellung ist bis 16.05.2010 zu sehen.

Dreimal Malerei im Bezirksrathaus

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16. April 2010
Dreimal Malerei im Bezirksrathaus

Im Porzer Bezirksrathaus wurde eine neue Ausstellung eröffnet, in der drei Maler ihre Werke zeigen. Addi Wetzel, C.C. Batty und Gina Khezri sind bzw. waren in der Verwaltung der Stadt Köln tätig, beschäftigen sich in ihrer Freizeit mit Malerei und haben für sich jeweils unterschiedliche Formen des Ausdrucks gefunden.

Addi Wetzel malt sowohl gegenständlich als auch abstrakt in lebhaften Farben. Neben einem Landschaftsbild der Groov, zeigt er Bilder mit symbolistischen Motiven und Bezügen etwa zu Frida Kahlo oder auch reine Farbkompositionen, die an Paul Klee denken lassen.

C.C. Batty fertigt Reliefbilder, die von rein abstrakten Kompositionen bis hin zu Landschaften reichen und auch spirituelle Anklänge zeigen (z.B. eine Buddha-Darstellung).

Gina Khezri schließt sich mit ihren Tropfbildern dem Action Painting an und erzielt sehr farbenfrohe und dynamische Kompositionen.

Die Ausstellung dauert bis zum 12. Mai und kann Montags bis Freitags von 9 Uhr bis 18 Uhr im Bezirksrathaus auf der Galerie im ersten Stock besichtigt werden. Die Ausstellung ist auch insofern sehenswert, als das Porzer Rathaus über eine großzügige und helle Ausstellungsfläche verfügt, in der die Bilder sehr gut zur Geltung kommen.

Die gestohlenen Klänge – ein szenisches Konzert der Klassenstreicher

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13. April 2010
Die gestohlenen Klänge – ein szenisches Konzert der Klassenstreicher

Die Klassenstreicher der Grundschule Hauptstraße laden im Mai zu einem besonderen Konzert ein: „Die gestohlenen Klänge“ erzählt eine musikalische Geschichte vom Schweigen.

„Köln – Ein unerklärliches Phänomen breitet sich in der Stadt aus.

Nirgendwo lassen sich mehr Musik und Geräusche erzeugen oder wiedergeben.

Allmählich verstummt ganz Köln.

Nur in Porz schaffen es die Klassenstreicher der Grundschule Hauptstraße noch ihr Konzert fortzusetzen.

Haben Sie das der Katze zu verdanken, die sich in den Rathaussaal geschlichen hat?

Einige Kinder machen sich auf die Suche nach den gestohlenen Klängen…“

Unter der Leitung von Xiomara Escalona und Alexandra Leo haben die Klassenstreicher, die in ihrer Probenarbeit auch von der WDR-Lokalzeit begleitet werden, dieses szenische Konzert einstudiert.

Die „Klassenstreicher“, ein Projekt der Helmut-Behn-Stiftung, existieren seit 2004 und wurden mittlerweile an der dritten Kölner Grundschule eingeführt. Die Stiftung kooperiert mit dem Verein der Freunde und Förderer der Carl-Stamitz-Musikschule Köln-Porz e.V. Die Helmut-Behn-Stiftung ermöglicht durch eine Anschubfinanzierung über zwei Jahre hinweg, dass alle Kinder der zweiten und demnächst auch der dritten Klassen gemeinsam mit Streichinstrumenten musizieren können.

Mittwoch, den 5. Mai, und am Donnerstag, den 6. Mai, jeweils um 18.00 Uhr
im Porzer Rathaussaal.

Der Eintritt ist frei.
Um telefonische Platzreservierung wird gebeten im Sekretariat der GGS Hauptstrasse:  02203 – 8955110

“Künstlerpech” – neues Stück der Theatergruppe Glühwürmchen

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12. April 2010
“Künstlerpech” – neues Stück der Theatergruppe Glühwürmchen

Am 17. April wird ein neues Stück der Ensener Theatergruppe Die Glühwürmchen Premiere feiern. “Künstlerpech” ist eine Boulevardkomödie, die Tempo, Wortwitz und Situationskomik verspricht:

Bislang war Thomas ein zwar guter, aber erfolgloser Portrait-Maler. Seit er sich jedoch den Spaß erlaubt hat, mit einem mehr als abstrakt zu nennenden Bild und in abstruser Verkleidung auf einer Vernissage aufzutauchen, ist er als schwuler Meister-Künstler Umberto Pastellini weltbekannt.

Widerwillig hat Thomas die Rolle angenommen – schließlich träumen er und seine Frau Jenny von einem hübschen Häuschen. Doch niemand darf von seiner doppelten Identität wissen, alleine der Mythos um Pastellini, von dem keine Fotos existieren, macht sein Bilder schon wertvoll.

Doch als eines Tages Thomas’ Tarnung aufzufliegen droht, schlüpft Jenny gezwungenermaßen in die Rolle Pastellinis. Das beruhigt zwar den misstrauischen Gregor, aber verkompliziert die Lage, als noch eine neugierige Reporterin und ein geheimnisvoller Polizist auftauchen, der angeblich Pastellinis wertvollstes Gemälde vor einem Meisterdieb schützen will.

Thomas ist für Jenny leider keine große Hilfe, denn ein Stromschlag setzt ihn außer Gefecht. Gregor und Margarete halten ihn für tot und Pastellini für einen Mörder und versuchen, über den Sims am Haus zu türmen, während sich die undurchsichtige Nachbarin am Türschloss zu schaffen macht…

Geschrieben hat das Stück der Lüneburger Autor und Theatermacher Jürgen Baumgarten, dessen Stücke auf Amateurbühnen in ganz Deutschland gespielt werden. Die Inszenierung bei den Glühwürmchen besorgt Wilfried Weihrauch.

Die Vorführungen finden im Pfarrzentrum St. Laurentius in Porz-Ensen statt. Karten 7 Euro. Telefonisch unter 02203-14547 (Wirtz).

Termine: 17. April (19.30 Uhr), 18. April (17.00 Uhr), 25. April (17.00 Uhr), 01. Mai (19.30 Uhr), 02. Mai (17.00 Uhr) und 08. Mai (19.30 Uhr).

Freie Plätze für das Instrumentenkarussell

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9. April 2010

Die Carl-Stamitz-Musikschule Köln-Porz  hat noch freie Plätze für den Workshop: Instrumentenkarussell. An zwei Samstagen im Mai (8.und 29.05) können Kinder in der Zeit von 10.00-13.15 Uhr Instrumente kennenlernen und ausprobieren. An jedem Samstag werden 5 Instrumente (Violine, Violoncello, Trompete, Querflöte, Gitarre, Harfe, Klavier u. a.)  jeweils 30 Minuten von einem Fachlehrer vorgestellt. Dazwischen gibt es kleine Pausen mit musikalischen Spielen und zum Schluss eine Informationsrunde für die Eltern. Der Workshop richtet sich an Kinder von 6-11 Jahren und kostet € 50,00.

Nähere Informationen und Anmeldung unter wir@stamitz-musikschule.de oder mittwochs unter Tel.: 02203/591040.

“Kabarett Unplugged” – die Achte!

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2. April 2010
“Kabarett Unplugged” – die Achte!

Zum achten Mal bereits hat der Engelshof am 1. April zum Kabarett im 15-Minuten-Takt eingeladen. Diese Veranstaltungsreihe, die vom BüZe Ehrenfeld (dort unter dem Titel “Escht Kabarett“) nach Porz-Ensen exportiert wird, erfreut sich auch hier wachsender Beliebtheit und es mussten angesichts des Andrangs noch mehr Stühle aufgestellt werden. Es treten immer drei Künstler/Ensembles in zwei Blöcken auf. In der ausgedehnten Pause kann das Publikum mit ihnen bei Bratwurst und Getränken ins Gespräch kommen.

Diesmal machten die drei Rapper Mo-Torres und Freunde den Auftakt. Die drei sympathischen Jungs aus dem “Kölner Nordwesten” rappen nachdenkliche, doch letztlich postitive Botschaften mit Titeln wie “Kinderaugen” oder “Laß Dich nicht unterkriegen”. Die Ansprache ans doch deutlich ältere Publikum zwischen frech und charmant kam gut an. Leider ließ die Abmischung von Gesang und eingespielter Musik zunächst nur wenig von den Texten rüberkommen. Das besserte sich jedoch im zweiten Block.

Musikalisches Kabarett der gewohnteren Sorte präsentierte  Nicolas Evertsbusch: Der Pianist eröffnete mit einem Liebeslied an seinen Hornhauthobel, der ihn “zur eigenen Zartheit” zurückfinden ließ, später aber seine “Bewegungsfreiheit eingeschränkt” hat . Mit diesen und ähnlichen Reminiszenzen aus dem gewöhnlichen Alltag erntet Evertsbusch viel Zustimmung, sei es in der Satire über den Top-Model-Diät-Wahn oder über “Lolita die Politesse”. Vom harmlosen Anfang über die ironische Wendung bis hin zu einer fiesen Pointe bieten seine Stücke eine erfrischende Dramaturgie.

Die Variante des wortkünstlerischen Kabaretts pflegt bis zur Perfektion Stefan Reusch. Er ist langjährig bei SWR 3 für satirische Beiträge zuständig und insofern auch ein versierter Sprecher. Ihm gelingt es, die Wörter so kunstvoll zu verdrehen, bis ihnen dadurch ein Hintersinn abgewonnen wird. Ob er uns Deutsche als “Anonyme Melancholiker” bezeichnet oder zusammen mit Merkel “auf der Suche nach der verlorenen Mundwinkelkonstante” – es ist urkomisch und erhellend zugleich. Eine spezielle Rede aus Sicht der Autofahrer-Lobby spielt die Auto- gegen die Kinderhaltung aus, das Fortfahren gegen das Fortpflanzen.

Ein insgesamt sehr vergnüglicher Abend mit abwechslungsreichem Programm. Viel Kabarett und Niveau für wenig Geld!

(Fotos: © porzerleben.de)

Eintritt 5 Euro

Weitere Termine: 6. Mai, 10. Juni.