
Welche Fähigkeiten habe ich? Was möchte ich eigentlich? Welcher Beruf könnte später einmal für mich infrage kommen? – Diese Fragen müssen sich alle Jugendlichen irgendwann stellen.
Die Lise-Meitner-Gesamtschule scheint ihre Schülerinnen und Schüler besonders gut dabei zu unterstützen, Antworten darauf zu finden. Am 27. Mai 2013 wurde die Schule während einer feierlichen Veranstaltung im Historischen Rathaus zu Köln mit dem Berufswahlsiegel als „Berufswahl- und ausbildungsfreundliche Schule“ ausgezeichnet. Die Moderation übernahm Birgit Frese vom Büro Übergangsmanagement Schule-Beruf.
Insgesamt durchliefen vier Schulen erfolgreich das umfangreiche Bewerbungsverfahren, an dessen Ende eine Jury aus Wirtschafts-, Schul- und Verwaltungsvertretern vor Ort in den Schulen über die Vergabe entschied.
Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, welche den Vertretern der Lise-Meitner-Gesamtschule das Berufswahlsiegel gemeinsam mit Schulamtsdirektorin Hedwig Imhoff feierlich überreichte, würdigte vor allem die bereits mehrfach ausgezeichnete Schülerfirma „ökotec“, welche unter anderem fair gehandelte Produkte verkauft. Auch die Kooperation mit der Porzer Niederlassung der Firma Dachser oder die Praxiskurse „Gartenbau“ und „Holzbau“ wurden lobend erwähnt. Dort werden Schülerinnen und Schüler praxisnah auf Berufe vorbereitet und stellen dabei zum Beispiel Holzbänke oder Vogelhäuschen her, die ihren Platz auf dem Schulhof finden.
Schülerin Jaqueline Vogt berichtet von vielen Bausteinen, die sie bei der Berufsfindung unterstützt haben. Besonders hervorheben möchte sie aber das Projekt Helping Hands. Dort engagieren sich Schülerinnen und Schüler wöchentlich in sozialen Einrichtungen in Porz und lernen dabei auch die entsprechenden Berufe kennen. „Ich unterstütze ein Altenheim in Finkenberg und kann mir auch eine Ausbildung in diesem Bereich vorstellen.“, sagt die 16-Jährige.
Für Herrn Thommes, lange Berufswahlkoordinator und nun Abteilungsleiter an der Schule ist die Berufsorientierung eine Herzensangelegenheit und die Auszeichnung eine tolle Bestätigung der Arbeit aller Kolleginnen und Kollegen in diesem Bereich. Der Schulleiter, Herr Fellmann, ist im Sinne der anvertrauten Schülerinnen und Schüler besonders stolz auf die herausgehobene Anerkennung der schulischen Arbeit: “Gerade in einer zunehmend global sich entwickelnden Berufs- und Arbeitswelt, die zudem einem stetigen rasanten Wandel unterworfen ist, muss es eine der vornehmsten Aufgabe von Schule sein, die Jugendlichen kompetent und professionell auf ihre beruflichen Möglichkeiten individuell vorzubereiten. Die Schule muss den Jugendlichen Entscheidungshilfen anbieten, damit diese ihre Potentiale einschätzen lernen und sich möglichst frühzeitig persönliche Ziele setzen können. Nur wer seine Ziele kennt, kann sich auch systematisch zu diesen hin entwickeln.“












